Hollenbrock Maler und Trockenbau
Handwerk von der Pike auf gelernt

Greven -

In unserer Serie Grevener Unternehmen geht es diesmal um die Firma „Hollenbrock Maler und Trockenbau“, die 1974 in Münster gegründet wurde und seit 1985 in Greven beheimatet ist.

Dienstag, 19.05.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 16:42 Uhr
Die Zukunft im Blick haben Unternehmer Werner Hollenbrock (links) und Michael Cordes, der das Unternehmen Hollenbrock voraussichtlich 2022 übernehmen wird.
Die Zukunft im Blick haben Unternehmer Werner Hollenbrock (links) und Michael Cordes, der das Unternehmen Hollenbrock voraussichtlich 2022 übernehmen wird. Foto: Weinekötter

Den geschwungenen pinkfarbenen Schriftzug „Hollenbrock“ auf den weißen Fahrzeugen sieht man oft in Greven. Ob im Neubaugebiet Wöste, an der Christus-Kirche oder beim Neubau des Josefszentrum, eins der fünf Hollenbrock-Fahrzeuge ist dort oft anzutreffen. „Unsere Aufträge sind sehr vielfältig: das reicht vom Gäste-WC bis zur Großbaustelle“, erklärt Werner Hollenbrock und ergänzt, „unsere Kunden kommen nicht nur aus Greven, sondern auch aus Münster und dem Kreis Steinfurt.“

Das Maler- und Lackierer-Handwerk hat der Unternehmer 1961 nach seinem Schulabschluss an der Josefsschule von der Pike auf gelernt und viele Jahre als Geselle in Münster gearbeitet. Als sich dort 1974 die Möglichkeit zur Übernahme eines Handwerksbetriebes bot, griff der Grevener gemeinsam mit einem Partner zu. Die Meisterprüfung folgte auf dem Fuße und nach zehn Jahren Münster zog er mit seinem Betrieb 1985 nach Greven in den heutigen Standort an die Münsterstraße 109a, wo er 1986 mit seinem Betriebswirt im Handwerk auch die kaufmännische Seite professionell abdeckte.

Die Aufgaben wurden vielfältiger. Zum reinen Malerhandwerk kam 1986 der Trockenbau dazu. „Also alles was mit Leichtbauweise zu tun hat, das heißt Wanderstellung oder Decken- abhäng­ung mit Gipskartonplatten, Mineralfaser oder Aluminiumpaneelen, Isolierungsarbeiten für den Dachausbau sowie Arbeiten zur Akustik oder zum Brandschutz“, umreißt der Unternehmer diesen Geschäftszweig.

Inzwischen runden Bodenbeläge das Sortiment ab. „Aktuell sind die strapazierfähigen und optisch sehr schönen Designer-Böden sehr gefragt“, weiß Hollenbrock, „die sind pflegeleichter und preiswerter als Holz und hygienischer als Teppichboden.“

Seit 1995 firmiert der Grevener unter „Hollenbrock Maler und Trockenbau“ und blickt damit auf 25 Jahre Hollenbrock und insgesamt 46 Jahre Selbstständigkeit zurück. Gemeinsam mit seiner Frau Angelika, die sich im Unternehmen für die Lohn- und Finanzbuchhaltung verantwortlich zeichnet, während Werner Hollenbrock die komplexe Organisation der Aufträge übernimmt. „Was Montagmorgens noch im Plan steht, kann sich bis mittags durch Krankheit, Sonderwünsche oder Notfälle wie Wasser- oder Brandschaden beim Kunden schon wieder geändert haben.“ Neben der gemeinsamen Arbeit sowie drei Kindern und sechs Enkeln verbindet das Ehepaar auch die Leidenschaft für das Golfen. Nicht nur in der Aldruper Heide sondern auch auf ihren Reisen in südliche Gefilde.

Es gibt also gute Gründe an die Unternehmensnachfolge zu denken. Und die fand der 71-Jährige Unternehmer in Michael Cordes. Der gebürtige Dortmunder, der jetzt mit seiner Frau und seiner zweijährigen Tochter in Münster lebt, hat das Maler- und Lackierer-Handwerk ebenfalls von der Pike auf gelernt. Seit 2018 ergänzt der 36-Jährige das zwölfköpfige Hollenbrock-Team aus langjährigen Mitarbeitern, die zum Teil bereits seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen sind. Cordes‘ Herz schlägt dabei besonders für die kreative Seite des Handwerks. „Einen Kunden gut zu beraten und eine individuelle Lösung zu finden, macht richtig Spaß“, erklärt der Unternehmer in spe und fügt hinzu, „es ist schon toll, zu sehen, dass man mit seinen Händen etwas produziert hat.“ Gerne nutzt Cordes bei der Arbeit Kreativ-Techniken wie verschiedene Beton-Optiken, unterschiedliche Wisch- und Spachteltechniken oder auch mal einen venezianischen Kalkputz zur Herstellung einer Marmorimitation. Sein Wissen um Handwerk und Unternehmensführung baut er konstant weiter aus. Er lernt nicht nur von Werner Hollenbrock, sondern absolviert auch berufsbegleitend die Meisterschule, damit er nach der Übernahme auch weiterhin Auszubildende einstellen kann.

So können sich Ende des Jahres gleich zwei Malermeister die Hand reichen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7416024?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker