Pläne für einen Netto-Markt
Bessere Versorgung für den Westen

Greven -

Im Westen der Stadt gibt es nur einen Supermarkt. Für viele ist das zu wenig. Und: Das könnte sich auch bald ändern. Denn in der kommenden Woche wird sich der Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt mit Plänen beschäftigen, die den Bau eines Netto-Marktes auf dem Gelände der ehemaligen Holzhandlung Wissing an der Mühlenstraße vorsehen.

Donnerstag, 28.05.2020, 06:50 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 16:07 Uhr
So sehen die Pläne für den Neubau eines Netto-Marktes und einer Kita an der nördlichen Mühlenstraße aus
So sehen die Pläne für den Neubau eines Netto-Marktes und einer Kita an der nördlichen Mühlenstraße aus Foto: Stadt Greven

Wie viele Supermärkte und Discounter gibt es eigentlich in Greven? Und: Reichen die aus, um die Bevölkerung zu versorgen? Zumindest im Westen der Stadt reden alle, die sich mit diesem Thema befassen, von einer Unterversorgung. Ein Edeka-Markt ist dort – und das war`s dann auch. Doch: Das soll sich demnächst ändern, besagen die Pläne, die im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag, 4. Juni, vorgestellt werden.

Auf dem Grundstück an der nördlichen Mühlenstraße, wo früher die Holzhandlung Wissing ihren Standort hatte, plant der Eigentümer den Bau eines Nahversorgungsmarktes sowie einer Kindertagesstätte. Sogar der Betreiber des Marktes steht schon fest: Geplant wird ein Markt des Discounters Netto.

Das Vorhaben ist Bestandteil des städtebaulichen Gesamtkonzeptes zur Quartiersentwicklung Mühlenstraße. In diesem Rahmen sind auch die Planungen für den Bau einer Wohnanlage mit 52 Wohneinheiten auf einer rund 7921 Quadratmeter großen Fläche, die bisher als Gewerbefläche genutzt wird, eingebunden (wir berichteten).

Christian Kriegeskotte, Bürgermeisterkandidat und amtierender Fraktionsvorsitzender der SPD im Grevener Rat, hatte die Netto-Pläne vorab in den sozialen Medien vorgestellt. Neben einigen Reaktionen, die statt eines weiteren Discounters einen Vollversorger (Rewe, Edeka, Kaufland) forderten, melden sich viele Bewohner des Grevener Südens, die auch dort eine Verbesserung der Nahversorgung fordern.

Der Betreiber des Edeka-Marktes an der Schützenstraße plant bekanntlich seit Jahren – Architekt Klaus Schlüter redet von einem Zeitraum von 13 Jahren – den Ausbau des bestehenden Marktes. Die ursprüngliche Planung sah vor, die Verkaufsfläche auf 1500 Quadratmeter zu erweitern. Diese Planung widersprach nach Aussage der Bezirksregierung Münster „den Zielen der Raumordnung und war für den Standort unverträglich“. Letztendlich einigte man sich auf die Vergrößerung des Marktes auf eine Verkaufsfläche von 1240 Quadratmeter. Auch dieser Bebauungsplan soll in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt beschlossen werden. Wann dann letztlich mit den Ausbauarbeiten begonnen wird – die voraussichtlicht mit einer dreimonatigen Schließung des Marktes einhergehen –, ist dann Sache des Betreibers.

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