Sechs-Bahnen-Kurzplatz soll auf angepachteter Fläche entstehen
Den Golfern wird es langsam eng

Greven -

Grevens Golfen brauchen mehr Platz. Sie beantragen, einen halben Hektar mehr nutzen zu können.

Montag, 01.06.2020, 16:46 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 15:59 Uhr
Die Erweiterungsfläche ist hier hervorgehoben dargestellt.
Die Erweiterungsfläche ist hier hervorgehoben dargestellt. Foto: Golfclub

Wer golft, braucht Platz. Das war auch vor Corona so. Beim Golfclub Aldruper Heide ist der Platz mittlerweile offenbar so ausgereizt, dass eine Erweiterung nötig ist.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz (ASU) ging es am Donnerstag, 4. Juni, um eine Änderung des Flächennutzungsplanes. Sie ist nötig, um die Erweiterung des vorhandenen Golfplatzes um einen halben Hektar durchführen zu können.

Die bestehenden Trainings- und Übungsmöglichkeiten des Golfplatzes sind derzeit laut Aussage des Golf-Clubs Aldruper Heide voll ausgelastet, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für den Ausschuss.

Aus diesem Grund möchte der Club sein vorhandenes Spiel- und Trainingsgelände um einen Sechs-Bahnen-Kurzplatz erweitern.

Der Club hat zum Zwecke der Erweiterung des Golfplatzes Flächen südwestlich vom vorhandenen Golfplatz gepachtet. Auf dieser Fläche sollen drei Kurzbahnen, sowie eine Obstwiese als mögliche Kompensationsmaßnahme entstehen.

Bei der Auswahl der Fläche seien mehrere Varianten vom Golf-Club überprüft worden, heißt es in der Vorlage. Die im Flächennutzungsplan vorgesehenen Erweiterungsflächen im Norden, Süden und Wesen des vorhandenen Golfplatzes seien aufgrund ihres Zuschnittes und ihrer Lage nicht für die geplante Anlage geeignet und stehen zudem aus eigentumsrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung.

Ebenfalls wurde als Erweiterungsfläche die zentral gelegene Waldfläche östlich der jetzt geplanten Erweiterungsfläche geprüft. Die untere Naturschutzbehörde des Kreises Steinfurt sieht für diese Fläche allerdings keine Genehmigungsfähigkeit.

Die jetzt gewählte Erweiterungsfläche eigne sich aufgrund der Lage, des Zuschnittes und der Verfügbarkeit von den untersuchten Flächen für die geplante Erweiterung. Laut der unteren Naturschutzbehörde sind für diese Fläche aufgrund der derzeitigen Nutzung als landwirtschaftliche Fläche keine unüberwindbaren Planungshindernisse aus artenschutzrechtlicher Sicht vorhanden.

Im Regionalplan Münsterland ist der Bereich der Änderung mit der Freiraumfunktion mit dem Zweck Schutz der Natur gekennzeichnet.

Östlich des Änderungsbereichs ist Waldbereich dargestellt. Südlich des Änderungsbereiches verläuft ein Schienenweg als Bedarfsplanmaßnahme ohne räumliche Festlegung. Eine planerische Anfrage bezüglich der Vereinbarkeit mit den Zielen der Regionalplanung bei der Bezirksregierung Münster muss im Laufe des Verfahrens erfolgen.

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