Entwurf für barrierefreien Bahnhof soll Mitte des Jahres vorliegen
„Schnell in die Puschen kommen“

Reckenfeld -

Aktuell erarbeitet ein Planungsbüro einen Entwurf für den barrierefreien Reckenfelder Bahnhof. Mitte des Jahres, so hofft die Stadtverwaltung, liegen Ergebnisse vor.

Dienstag, 09.06.2020, 09:57 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 15:58 Uhr
Ein Büro erarbeitet gerade die Planung für den barrierefreien Ausbau des Reckenfelder Haltepunktes. Wann tatsächlich gebaut wird, ist aber noch völlig offen.
Ein Büro erarbeitet gerade die Planung für den barrierefreien Ausbau des Reckenfelder Haltepunktes. Wann tatsächlich gebaut wird, ist aber noch völlig offen. Foto: Oliver Hengst

Nicht gerade mit Sieben-Meilen-Stiefeln, sondern eher im Gänseschritt geht die Planung des barrierefreien Ausbaus des Reckenfelder Bahnhofs voran. Aber immerhin: es geht voran.

Im Bezirksausschuss in der vergangenen Woche führte Bürgermeister Peter Vennemeyer aus, dass ein externes Planungsbüro damit beauftragt worden sei, einen gestalterischen Entwurf des möglichen Ausbaus auszuarbeiten. „Der Auftrag ist raus“, sagte der Verwaltungschef auf die entsprechende Frage eines Reckenfelder Bürgers. Vennemeyer rechnet damit, dass es sechs bis sieben Monate dauern werde, bis Ergebnisse vorliegen.

Das Vorhaben sei allerdings „etwas komplexer“, weil die Bahn eben bestimmte technische Anforderungen habe, die bei der Planung eingehalten werden müssten. Vennemeyer hofft, dass das beauftragte Büro gleichwohl Mitte diesen Jahres Ergebnisse präsentieren kann, denn der Auftrag wurde offenbar schon vor dem Jahreswechsel vergeben.

Zum weiteren Zeitplan mochte Vennemeyer keine konkreten Angaben machen. Denn: „Dann haben wir erst eine Planung. Planung heißt nicht Umsetzung. Wir gehen da quasi in Vorleistung“, betonte Vennemeyer. Sobald die Planung vorliege, sei es an der Bahn, dann auf dieser Grundlage auch den tatsächlichen Umbau in Angriff zu nehmen. „Ich hoffe, dass die da möglichst schnell in die Puschen kommen“, sagte Vennemeyer. „Das müsste notwendigerweise möglichst schnell erfolgen.“ Man versuche, das Vorhaben auch über den Zweckverband nochmals anzuschieben.

Um den gewünschten barrierefreien Ausbau des Haltepunktes (der offiziell kein Bahnhof ist) voranzutreiben, übernimmt die Stadt mit der Entwurfsplanung eine Aufgabe, die eigentlich in die Zuständigkeit der Bahn fällt. Die Hoffnung: liegen erstmal Pläne vor, lässt sich die Bahn eher darauf ein, das Projekt auch zu realisieren.

Für den Planungsprozess hatte die Stadt bereits im vergangenen Jahr einen Zuschussantrag beim Zweckverband ZVM gestellt – mit Erfolg: die Planungskosten werden mit 80 Prozent bezuschusst. Für die Baukosten hat der ZVM gar einen 90-Prozent-Zuschuss in Aussicht gestellt.

Doch soweit ist es noch lange nicht. Den Ausbauentwurf will die Stadt (nach einer Beratung im Reckenfelder Bezirksausschuss) beim Eisenbahnbundesamt einreichen. Kommt von dort grünes Licht (und sollte keine Planfeststellung nötig sein), hat man fünf Jahre Baurecht. Wer dann baut, ist noch offen. Denkbar ist, dass dies die Stadt (im Auftrag der Bahn) übernimmt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7441690?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker