Ferienprogramm in der Karderie
Kinder entwickeln eigene Kulturhauptstadt

Greven -

Singen, Tanzen, Basteln oder Kochen – Greven bekommt eine Kulturhauptstadt mit vielen Attraktionen. In der ersten Ferienwochen sind Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren eingeladen, an einem ganz besonderen Ferienprogramm in der Karderie teilzunehmen. Dabei entscheiden sie selbst, was sie machen wollen und eine eigenen Währung für die Ferienstadt gibt es auch.

Dienstag, 23.06.2020, 20:13 Uhr
Claudia Termöllen-Gausling (l.) und Christina Tenger laden gemeinsam mit weiteren Betreuern Kinder und Jugendliche zu einem besondern Ferienprogramm in der Karderie ein.
Claudia Termöllen-Gausling (l.) und Christina Tenger laden gemeinsam mit weiteren Betreuern Kinder und Jugendliche zu einem besondern Ferienprogramm in der Karderie ein. Foto: Marion Fenner

Greven wird zur Kulturhauptstadt – zumindest in der ersten Ferienwoche in der Karderie. Ein Team rund um Christina Tenger und Claudia Termöllen-Gausling vom Jugendamt der Stadt hat sich in diesen Ferien etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Kleingruppen

„Coronabedingt konnten wir nicht das gewohnte Programm anbieten, deshalb gibt es nun etwas ganz Neues, bei dem in Kleingruppen mit vier bis sechs Teilnehmern viele verschiedene, vorwiegend kulturelle Aktionen stattfinden werden“, berichtet Termöllen-Gausling. Von Montag, 29. Juni, bis Freitag, 3. Juli, lassen Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren ihre ganz eigene Stadt entstehen. „Das gesamte Betreuerteam freut sich schon riesig auf das Programm“, sagte Termöllen-Gausling.

Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer Bürgerversammlung, bei der sich die Kinder entscheiden können, an welchen Aktionen sie teilnehmen wollen. Frühaufsteher, die den Tag mit etwas Ruhe beginnen wollen, dürfen auch schon um 8 Uhr kommen. Für sie bietet Christina Tenger Entspannungsübungen mit Yoga, Massagen und Traumreisen an.

Stadtverwaltung

„Wir wollen in der Woche eine richtige kleine Stadtverwaltung entwickeln“, kündigt Tenger an. Für die Teilnahme an den Aktionen werden die Kinder „bezahlt“, denn in der Kulturhauptstadt gibt es eine eigene Währung: die Grevos. Mit diesem „Geld“ können die in Workshops entstandenen „Produkte“ in den Shops der Ferienstadt erworben werden.

Musik, Tanz und Theater bilden den Schwerpunkt. Wer will, kann aber auch als Designer oder Reporter tätig sein. Vormittags wird zudem in der Koch- und Backstube gearbeitet. In Kooperation mit der Caritas können Interessierte als sogenannte Stadthelfer ausgebildet werden. „Damit wollen wir soziale Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen fördern“, betont Termöllen-Gausling.

„Grevos“

Die in der Kulturhauptstadt entstandenen Projekte und Arbeiten werden am letzten Tag in einer Ausstellung präsentiert. Außerdem wird am Freitag der Künstler Orry Jackson erwartet. Der Grevener Bürgermeister Peter Vennemeyer will der kleinen Ferienstadt ebenfalls einen Besuch abstatten. Das Ferienprogramm wird gefördert von der Aktion Kulturrucksack NRW.

Weitere Informationen bei Christina Tenger unter  0 16 24/ 23 71 71. Die Teilnahme an dem Ferienprogramm kostet 30 Euro, darin enthalten sind ein Mittagessen sowie Obst und Getränke. Anmeldungen unter www.unser-ferienprogramm.de/abenteuerkiste/programm.phb.

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