Aldi schließt am Samstagabend
Rat zieht letzten Schlussstrich für Discounter

Greven -

Bis Ende der Woche hat der Aldi an der Molkereikreuzung noch geöffnet, dann kommen die Bagger. Den Bebauungsplan für das Gelände des erweiterten Neubaus hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Trotz Kritik am fehlenden Wohnungsbau.

Dienstag, 30.06.2020, 08:00 Uhr
Der Aldi an der Molkereikreuzung schließt nach dem 24. Juni. An dieser Stelle soll ein vergrößerter neuer Markt entstehen.
Der Aldi an der Molkereikreuzung schließt nach dem 24. Juni. An dieser Stelle soll ein vergrößerter neuer Markt entstehen. Foto: Günter Benning

Wenn der Aldi an der Molkereikreuzung am kommenden Samstagabend schließt, haben die Bagger das Sagen. Ein kleiner Zettel an der Eingangstür weist daraufhin, dass der lange umstrittene Neubau jetzt endlich kommt. In der jüngsten Ratssitzung wurden auch die letzten Hürden für den Neubau genommen.

Zu den Aldi-Planungen hatte es bei der öffentlichen Auslegung zahlreiche Beschwerden gegeben. Im Kern tauchte dabei immer wieder die Frage auf, die zum Beispiel der Reckenfelder Ulrich Strathmann gebetsmühlenartig wiederholte. Warum könne Aldi an dieser Stelle nicht Geschosswohnungsbau bauen? Auch Grünen-Ratsherr Peter Borggreve formulierte bei der Abstimmung über die Vorlage das Unbehagen seiner Fraktion. Beschlossen wurde der Aldi-Bebauungsplan schließlich ohne die Stimmen der Grünen.

In ihrer Stellungnahmen zu den Anregungen der Bürger schreibt die Stadt im Kern: Das Betreiben von Einzelhandelsgeschäften sei Teil des Leistungsspektrums von Aldi.

„Eine Errichtung von Wohngebäuden, deren Vermarktung und/oder Vermietung ist in unserer Region jedoch nicht Bestandteil dieser Aktivitäten“, so die Vorlage.

Deshalb bestehe kein Interesse des Vorhabenträgers daran, derartige Baumaßnahmen durchzuführen, schreibt die Verwaltung.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7473526?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker