Julian Jochmaring hegt und pflegt den heimischen Garten
Das „Draußen-Kind“

Schmedehausen -

Julian Jochmaring ist ein echtes „Draußen-Kind“. Der Klima-Kita-Junge verbringt nicht nur viel Zeit im naturnahen Außengelände der St.-Mariä-Himmelfahrt-Kita, sondern auch zu Hause im Garten seiner Eltern.

Freitag, 03.07.2020, 17:49 Uhr
Das Wasser zum Gießen kommt aus der eigenen Regentonne und Papa Ralf Jochmaring hat alle Hände voll zu tun, wenn Julian (li.) und sein kleiner Bruder Niklas die Gemüsebeete wässern.
Das Wasser zum Gießen kommt aus der eigenen Regentonne und Papa Ralf Jochmaring hat alle Hände voll zu tun, wenn Julian (li.) und sein kleiner Bruder Niklas die Gemüsebeete wässern. Foto: Pia Weinekötter

„Wenn Julian von der Kita nach Hause kommt, zieht es ihn als erstes nach draußen in den Garten zu Oma und Opa“, schmunzelt Papa Ralf Jochmaring über seinen Vierjährigen, „er ist ein echtes ‚Draußen-Kind‘ und fühlt sich dort am wohlsten.“

Das Klima-Kita-Kind verbringt zwar auch in der St. Mariä Himmelfahrt-Kita ganz viel Zeit im großen naturnahen Außengelände, aber zuhause sind die Dimensionen noch mal anders.

Zum großen Familiengarten der Jochmarings in der ländlichen Idylle von Schmedehausen kommt das direkt angrenzende Grundstück der Großeltern hinzu.

So entsteht für Julian und seinen fast zweijährigen Bruder Niklas ein ideales Kinderparadies mit Sandkasten, Spielhaus, Schaukel, Trampolin und – heiß begehrt – Opas Werkstatt. Doch darüber hinaus geht es in beiden Jochmaringschen Gärten ökologisch und nachhaltig zu.

„Wenn wir auch in zukünftigen Generationen noch Möbel aus unserem eigenen Holz herstellen wollen, wie unseren großen Esstisch, so müssen wir heute dafür Sorge tragen, dass die hier gut startende Naturverjüngung mit Eichenpflanzen auch gehegt und gepflegt wird und darüber hinaus auch regelmäßig Bäume neu angepflanzt werden“, erklärt Ralf Jochmaring.

So finden sich neben den klassischen Kirschlorbeer- und Thuja-Hecken auch Zäune aus eigenem Lärchenholz. „Unser CO-Speicher für die nächsten 100 Jahre“, schmunzelt der gebürtige Schmedehausener. Natürlich hat der selbstständige Unternehmer für Siloreinigungen, Hygieneberatung und Baumstumpffräsarbeiten mit seinen beiden Jungs auch auf vier großen Flächen Bienen- und Hummelfreundliche Blühwiesen ausgesät. Die passen gut zum großen Insekten-Hotel, das die Jungs mit ihrem Saerbecker Opa gebaut haben. „Beim Aussäen und Gießen sind beide mit Feuereifer dabei und beobachten heute ganz genau, wie die Bienen und Hummeln von Blüte zu Blüte fliegen.“

Den Gemüsegarten hingegen haben Julian und Niklas mit Mama Iris Jochmaring angelegt. Die Steuerberaterin konnte am Pressetermin aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen, aber das Gießen von Spinat, Möhren und Co. haben ihre Jungs auch schon perfekt für sie übernommen. Gießkanne um Gießkanne muss Papa Ralf aus der Regentonne befüllen, damit die Jungs die Beete ausgiebig wässern können.

„Ich liebe Möhren“, gibt Julian dann unumwunden zu und leckt sich dabei genüsslich die Lippen. Wenn es aus dem eigenen Garten kommt und man beim Wachsen quasi zuschauen kann, schmeckt eben fast jedes Gemüse.

Und Platz genug für Bäume, Blüten und Gemüse gibt es hier. „Das ist schon ein echter Luxus, dessen sind wir uns bewusst“, gibt Jochmaring zu, „so konnten wir sogar den Corona-Lock-down mit unseren Kindern und meinen Eltern fast genießen.“

Der Unternehmer versucht, sich so oft wie möglich, Nachmittage als „Papa-Zeit“ für seine Söhne frei zu halten. Dann holt er Niklas von der Tagesmutter und Julian aus der Kita und der Spaß kann beginnen.

Ralf Jochmaring engagiert sich auch im Elternbeirat der St. Mariä Himmelfahrt-Kita und hat auch so den Entwicklungsprozess genauestens verfolgt und begleitet. Ehrenamtliches Engagement – warum? „Ich möchte nicht die pauschale Antwort ‚ich will was bewegen‘ geben“, umreißt Ralf Jochmaring seinen Einsatz für den Elternbeirat, „wer mich kennt, weiß, dass ich auch gerne mal kritische Anmerkungen mache. Dabei darf man es nicht belassen, sondern muss das Thema dann auch angehen und daran mitarbeiten getreu dem Motto ‚von alleine dreht sich das Rad nicht‘.“

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