Fohlentag auf dem Hof Rüscher-Konermann
Im Gleichschritt für die Kameras

Greven -

Fohlentage ohne Zuschauer. Das geht ganz gut, findet man auf dem Hof Rüscher-Konermann. Die Fohlen kann man demnächst im Internet sehen.

Sonntag, 05.07.2020, 17:27 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 17:52 Uhr
Im Gleichschritt, Marsch. Stute und Fohlen zeigen hier ansehnliche Gleichmäßigkeit.
Im Gleichschritt, Marsch. Stute und Fohlen zeigen hier ansehnliche Gleichmäßigkeit. Foto: Günter Benning

Fohlentage. Das sind Zuschauermagneten. Normalerweise. „Aber wegen Corona“, sagt Annette Rüscher „dürfen ja in diesem Jahr keine _Zuschauer kommen.“ Auf der Hengststation Rüscher-Konermann an der Saerbecker Straße hat man am Samstag den Spieß umgedreht. Wenn kein Besucher kommt, besuchen die schicken Fohlen ihre Fans per Internet.

70 Fohlen waren angemeldet, sie kamen aus dem ganzen Münsterland. Und das Reglement war streng: Pro Stute-Fohlen-Paar durften nur zwei Begleiter dabei sein. Den Schönheitsparcours absolvierten sie mit einem „Laufburschen“.

Parade der schönsten Fohlen

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  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

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  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning
  • Fohlentag bei Rüscher-Konermann in Greven

    Foto: Günter Benning

Zentral rückten dabei Georg Frerich und Timon Senft ins Blickfeld. Der Fotograf und der Kameramann nahmen die Nachwuchspferde aus allen Perspektiven auf. Sie werden nach dem Fohlentag online gestellt.

Mit dem neuen Medium sammelt man auf der Grevener Hengststation seine Erfahrungen. Gerade läuft eine Online-Auktion als Ersatz für die sonst üblichen Live-Veranstaltungen. 20 Reitpferde aus eigener Zucht und 20 Fohlen werden dabei angeboten. Die Auktion läuft noch bis 12. Juli. „Momentan wird es gut angenommen“, sagt Annette Rüscher. Aber sie ist auch sicher, dass ein reiner Verkauf von der Online-Stange nur begrenzt funktionieren wird. Man will sein neues Reit- oder Zuchtpferd schon persönlich begutachten, bevor man kauft.

Seit fünf Jahren veranstaltet Rüscher-Konermann Fohlentage. Im Corona-Jahr hatte man eigentlich mit Einbußen gerechnet. „Wir haben nicht viel Werbung gemacht“, so Rüscher, „aber das Interesse war sehr groß.“

Überhaupt: Wer Pferde hält, denkt nachhaltig. „Positiv“ überrascht ist man beim Grevener Züchter darüber, dass die Geschäfte auch in diesem Jahr gar nicht schlecht liefen.

Drei Wochen alte Fohlen sind für die Schau optimal, teilweise wurden am Samstag aber auch ältere Tiere gezeigt. Für die Züchter wichtig ist der Wagen, der vom Westfälischen Pferdestammbuch gekommen war. Wilfried Ahlmann kennt das Geschäft schon seit 22 Jahren. Noch aus der Zeit, als jedes westfälische Vorzeige-Fohlen einen Stempel mit dem Brandeisen verpasst bekam. Gegen diese Praxis wandten sich die Tierschützer.

Jetzt holt Ahlmann einen kleinen Chip aus einer Plastiktüte. „So groß wie zwei Streichholzkopfe“, sagt er. Mit geschicktem Griff drückt er den Fohlen den Chip am Hals ins Fell. Nachher noch die Kontrolle mit einem Gerät, das wie ein Metalldetektor aussieht. Jetzt kann die Zucht beginnen.

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