MashUp-Festival endet mit punkigen Sounds
„Endlich wieder Live-Musik“

Greven -

Punk, Rap – alles war dabei beim MashUp-Festival rund ums Ballenlager. Die Musiker waren froh, endlich wieder spielen zu können.

Sonntag, 05.07.2020, 16:31 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 10:58 Uhr
Sie organisierten das Festival: Mitglieder der Konzertinitiative Emsboom mit der Vorsitzenden Mareike Brandenburg (M.) und Rapper Armin Gavrani, alias Yahlil (4.v.r.).
Sie organisierten das Festival: Mitglieder der Konzertinitiative Emsboom mit der Vorsitzenden Mareike Brandenburg (M.) und Rapper Armin Gavrani, alias Yahlil (4.v.r.). Foto: bn

Corona lehrt Bescheidenheit. „Wir sind absolut ausverkauft“, sagt Georg Dodt, Leiter des städtischen Teams Jugendarbeit. Wobei: So richtig voll wirkt der Innenhof des Ballenlagers, wenn sich dort an die 1000 Menschen tummeln. Beim jährlichen Backyard-Festival ist man schon sehr froh, wenn zum „Hinterhof“ 300 oder 400 Leute kommen. Und am Samstagabend waren es exakt 100. Ausverkauft, wegen der Hygienevorschriften.

Aber volle Erfolge kann man auch anders messen. Mareike Brandenburg, die Vorsitzende der Emsboom-Kulturinitiative, ist zufrieden: „Die Bands freuen sich, dass sie wieder auftreten können.“ Am Samstag war das unter anderem die Grevener Punk-Band Hal Johnson, die ansonsten deutschlandweit auf Punk-Events zu hören ist. Wenn die Zeiten normal sind.

Aber auch die aktiven Mitstreiter der Emsboom-Initiative zeigen sich zufrieden. „Wir vermissen das natürlich auch, Live-Musik zu hören und hier was zu machen“, sagt Mareike Brandenburg. Diesmal mussten sie halt auch dafür sorgen, dass die Sicherheitsabstände eingehalten wurden.

Alle beteiligten Bands hatten seit einigen Monaten keine Konzerte mehr gespielt. Dementsprechend ausgelassen feierten die Musiker und ihr Publikum. Und das Publikum hielt sich an die Vorschriften.

Die Konzertreihe hat damit mit vier ausverkauften oder fast ausverkauften Tagen die Erwartungen übertroffen und ein starkes Zeichen für Grevens Kulturarbeit gesetzt, findet Georg Dodt vom Jugendteam.

Musikalisch bot das Festival einen echten Mix. Am Samstag Punk mit Hal Johnson und Bands wie Taskforce Toxikator. Am Freitag Rap mit Youtube-Stars wie Enyadres, Orry Jackson und Jelina. Und dazu viel Platz für Lohalhelden wie den Grevener Rapper Armin Gavrani. „Künstlername Yhalil“, sagt der Jugendliche, ein Gewächs der Backstage-Szene.

Und auch hier ist voller Erfolg wieder etwas, das sich nicht in überwältigenden Zuschauerzahlen ablesen lässt.

Yahlil war  bei seinem Konzert am Donnerstag dem Kölner Sängers Orry Jackson aufgefallen. „Und dann durfte ich am Freitag“, sagt er, „bei seinem Konzert ein Stück übernehmen.“

Coole Sache. Noch besser aber, dass Orry Jackson den Grevener Nachwuchsrapper nach Köln eingeladen hat, um mit ihm ein neues Stück aufzunehmen.

Wenn das kein toller Erfolg ist. Maximilian Henseler und Jordan Murray sind so was wie Yahlil Bodyguards – die fahren natürlich auch mit an den Rhein.

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