Unerlaubt auf dem Ahlert-Gelände unterwegs
Jugendliche in Lebensgefahr

Reckenfeld -

Bernhard Ahlert, Chef des gleichnamigen Entsorgungsbetriebs, ist sauer: Mit Fahrrad und Rollern fuhren sie am Samstagnachmittag auf das Firmengelände und beschädigten Teile der Anlage. Das geht aus einem Video eindeutig hervor. Der Schaden ist die Seite, die andere ist die Gefahr, in der sich die jungen Täter begeben haben.

Dienstag, 07.07.2020, 08:26 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 08:30 Uhr
Jugendliche, die offenbar keine Ahnung von den möglichen Gefahren auf dem Betriebsgelände des Entsorgungsunternehmens Ahlert hatten, deckten unter anderem diese Hütte ab.
Jugendliche, die offenbar keine Ahnung von den möglichen Gefahren auf dem Betriebsgelände des Entsorgungsunternehmens Ahlert hatten, deckten unter anderem diese Hütte ab. Foto: Ahlert

Möglicherweise haben sie es schon zum zweiten Mal gemacht. Für Bernhard Ahlert, Chef des Entsorgungsbetriebs an der Werner-von-Siemens-Straße, sind die Übergriffe von drei Jugendlichen auf seinem Firmengelände aus einem anderen Grund doppelt ärgerlich: „Gar nicht wegen des Schadens – aber sie begeben sich hier in Lebensgefahr.“

Was geschehen ist, konnten Mitarbeiter des Unternehmens anhand von Videoaufnahmen gut nachhalten. Am Samstagnachmittag erscheinen um 15.01 Uhr erstmals drei Kinder oder Jugendliche auf den Bildschirmen des Betriebs, der übers Wochenende nicht arbeitet. So „plus minus 14 Jahre alt“ werden sie eingeschätzt.

Ungebetene Besucher

Bernhard Ahlert: „Die waren mit einem Fahrrad und zwei Rollern angefahren.“ Das ganze Gelände ist komplett eingezäunt. Die ungebetenen Besucher, meint Ahlert, „haben es wohl für einen Abenteuerspielplatz gehalten.“

Zunächst machten sie sich an der Regenkläranlage zu schaffen. Das 150 Quadratmeter große Klärbecken ist zwar mit einem Handlauf und einem Netz gesichert (nach einem ersten ähnlich gelagerten Vorfall). Aber trotzdem herrscht hier Lebensgefahr.

Die jugendlichen Besucher haben zunächst „kindskopfgroße“ Steine in die Ablaufrohre geworfen und sich dann noch mit den Schwimmern beschäftigt. Die ganze Anlage sei leer gefahren, berichtet Ahlert, gegen 16 Uhr sei man von einer Störmeldung alarmiert worden.

Täter nicht zu erkennen

Zwischenzeitlich hatten die Jugendlichen allerdings schon eine Freizeithütte auf dem Betriebsgelände aufgesucht und mit Stöcken die Ziegel vom Dach gestoßen. Die Täter sind auf dem Video nicht genau zu erkennen. Die Firma Ahlert hat aber natürlich die Polizei alarmiert.

„Was wäre das für ein Desaster, wenn wir hier ein verletztes Kind auf dem Gelände hätten“, mag sich Bernhard Ahlert den schlimmsten Fall gar nicht vorstellen.

Wer Hinweise auf die Jugendlichen hat, kann sich an die Firma Ahlert wenden:  02575/501.

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