Javkhlan Ariunbold malt mit Bezug zur Architektur
Kunstturm wird zur Leinwand

Greven -

In der Ausstellung „purple sun“ sind ab Samstag die Arbeiten von Javkhlan Ariunbold (20) aus Ulaanbaatar in der Mongolei zu sehen. Der 20-Jährige hat sich mit architektonischen Räumen beschäftigt. Das Licht spielt dabei eine besonders große Rolle.

Montag, 06.07.2020, 17:51 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 10:39 Uhr
Teile der Architektur: Die Bilder von Javkhlan Ariunbold sind direkt auf die Wände des Kunstturms gemalt.
Teile der Architektur: Die Bilder von Javkhlan Ariunbold sind direkt auf die Wände des Kunstturms gemalt. Foto: Kunstverein

Javkhlan Ariunbold (20) aus Ulaanbaatar in der Mongolei beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der Wahrnehmung von architektonischen Räumen, die sie mit zumeist subtilen malerischen, zeichnerischen oder skulpturalen Interventionen leicht verfremdet und so eine neue Atmosphäre verschafft.

In der Ausstellung „purple sun“ wird sie ab Samstag, 11. Juli, bis Mitte August im Grevener Kunstturm, Kirchstraße 1a, zu sehen sein. Der Kunstverein lädt zur Eröffnung am Samstag von 17 bis 19 Uhr ein, eine Einführung in die Ausstellung findet um 19 Uhr statt. Wichtig: Maximal dürfen sich zehn Personen gleichzeitig in den Räumen aufhalten.

Ariunbolds Arbeiten entstehen meistens in der konkreten Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsort. Mit dem illusionistischen Einsatz von Malerei, Farbe und Perspektive erreicht die Meisterschülerin an der Kunstakademie Münster eine nachhaltige Veränderung der Raumwirkung, bei der vor allem Licht eine entscheidende Rolle spielt, heißt es in einer Mitteilung des Kunstvereins.

Mit ihren häufig unscheinbaren, aber dennoch raumprägenden Eingriffen in die Architektur versucht die Künstlerin die enge Verbindung zwischen Malerei und Architektur wiederaufleben zu lassen.

Javkhlan Ariunbolds Arbeiten wurden in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem in Münster, Bochum, Hamburg und Paris gezeigt.

Die im Kunstverein Greven realisierte Arbeit „purple sun“ reagiert auf die Fenstersituationen im Kunstturm. Die unterschiedlich großen Bilder, die an abstrahierte Sonnenunter- oder -aufgänge erinnern, die Ariunbold auf den Wandflächen der 3 Etagen des Kunstvereins direkt auf die Wand malt, verleihen dem Gebäude eine Vielzahl an neuen Ausblicken.

Jedes Stockwerk bekommt durch die unterschiedliche Farbigkeit der Farbverläufe auf den Wandmalereien eine jeweils eigene, sehr subjektive Atmosphäre. Die Bilder können dabei sowohl als autonome abstrakte Malereien wahrgenommen werden als auch als stimmungsgeladene Landschaftsbilder.

Anlässlich der Einzelausstellung von Javkhlan Ariunbold „purple sun“ im Kunstverein Greven erscheint ein Katalog, so die Mitteilung.

Javkhlan Ariunbold lebt und arbeitet in Münster. Sie hat an der Hochschule für bildende Künste in Ulaanbaatar, Mongolei und an der Kunstakademie Münster freie Kunst studiert. Von Prof. Cornelius Völker wurde sie zur Meisterschülerin ernannt.

Sie wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet, auch mit dem Förderpreis der Freunde der Kunstakademie Münster und dem Atelierstipendium Speicher II, Münster sowie mit dem Stipendium der Cité internationale des arts Paris.

 

Öffnungszeiten: Samstag 11 bis 14 Uhr; Sonntag 14 bis 17 Uhr und nach Anmeldung unter info@kunstverein-greven.de oder 02571 – 98082. Eintritt frei, Zutritt maximal 10 Personen

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