Nach zwölf Wochen Pause
Tafeln sind wieder geöffnet – Spendenaktion endet

Greven/Reckenfeld -

Die Tafeln in Greven und Reckenfeld sind wieder geöffnet – damit endet die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen an hilfsbedürftige Menschen und auch die Spendenaktion ist damit vorbei.

Mittwoch, 08.07.2020, 08:55 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 10:22 Uhr
Nach zwölf Wochen Pause: Tafeln sind wieder geöffnet – Spendenaktion endet
Foto: Stadt greven

 

„Zwölf Wochen lang konnten wir in jeder Woche rund 1300 Menschen in Greven und Reckenfeld unterstützen“, berichtet Christa Kriete von der städtischen Engagementförderung erfreut. Als die Tafeln wegen der Schutzmaßnahmen vor Corona schließen mussten, hatten Ingrid Koling, ehrenamtliche Leiterin der Grevener Tafel, Christa Kriete von der städtischen Engagementförderung und Engagierte des Reckenfelder Bürgervereins (ReBüVe) gemeinsam ein Gutscheinsystem entwickelt. Um alle an der Armutsgrenze lebenden Personen in Greven und Reckenfeld mit Lebensmittelgutscheinen versorgen zu können, wurden wöchentlich rund 3500 Euro benötigt. Gutscheine sollten nur dann ausgeteilt werden, wenn ausreichend Spendengelder eingegangen waren.

Die Spendenbereitschaft war enorm. Grevener Privatpersonen, Vereine und Firmen machten es möglich, dass in jeder der zwölf Wochen, in denen die Tafeln geschlossen waren, bedürftige Menschen in Greven und Reckenfeld einen Gutschein bekommen konnten.

Der Verein Pluspunkt stellte seine Räumlichkeiten für die Gutscheinausgabe in Greven zur Verfügung. In Reckenfeld konnte das Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde dafür genutzt werden. Sämtliche Lebensmittelhändler haben sich erfreulicherweise beteiligt – auch angesichts des höheren Aufwand für die Gutscheinabrechnung.

„Die Aktion hat sich herumgesprochen wie ein Lauffeuer“, berichtet Christa Kriete. „Sowohl bei den Menschen, die die Unterstützung dringend benötigt hatten, als auch bei den Spenderinnen und Spendern.“ An drei Tagen pro Woche wurden in jeweils sechs Stunden die Gutscheine ausgegeben, in Reckenfeld an einem Tag in der Woche.

„Die Menschen sind mit ganz vielen Fragen zu uns gekommen. Sie waren sehr froh, dass sie mit jemandem über ihre Sorgen sprechen konnten. Und wir haben ganz viel Dankbarkeit erlebt“, erzählt Kriete.

Diese Dankbarkeit wird zurzeit in den Fenstern der Grevener Tafel sichtbar. Die Menschen, die Gutscheine erhalten haben, haben auf den dort ausgehängten Plakaten in vielen Sprachen ihren Dank ausgedrückt.

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