Sophie Oberfeld neu beim Caritasverband
Wichtigstes Arbeitsgerät ist das Smartphone

Greven -

Sophie Oberfeld unterstützt seit dem Frühjahr zusammen mit Fachbereichsleiter Ansgar Kaul die Arbeit der Gemeinde-Caritas in den katholischen Pfarren des Caritasbezirks mit St. Pankratius in Emsdetten, St. Martinus in Greven und St. Georg in Saerbeck.

Dienstag, 07.07.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 10:22 Uhr
Sophie Oberfeld, die neue Ehrenamts-Koordinatorin und Mitarbeiterin für die Gemeinde-Caritas, mit Ansgar Kaul, Fachbereichsleiter beim Caritasverband Emsdetten-Greven.
Sophie Oberfeld, die neue Ehrenamts-Koordinatorin und Mitarbeiterin für die Gemeinde-Caritas, mit Ansgar Kaul, Fachbereichsleiter beim Caritasverband Emsdetten-Greven. Foto: Caritas

„Ich telefoniere jeden Tag ganz viel.“ So beschreibt Sophie Oberfeld (30 Jahre) ihre Arbeit beim Caritasverband Emsdetten-Greven mit einem Augenzwinkern. Denn E-Mail und Messenger-Dienste benutzt die neue Ehrenamtskoordination natürlich ebenso. Und mit der Kommunikation ist es auch nicht getan.

Die Emsdettenerin (verheiratet, ein Kind) unterstützt seit dem Frühjahr zusammen mit Fachbereichsleiter Ansgar Kaul die Arbeit der Gemeinde-Caritas in den katholischen Pfarren des Caritasbezirks mit St. Pankratius in Emsdetten, St. Martinus in Greven und St. Georg in Saerbeck. Darüber hinaus ist sie an Schulen tätig, hilft Flüchtlingsinitiativen bei ihrer Arbeit und kümmert sich auch um ehrenamtlich Engagierte in anderen Bereichen des Caritasverbands.

„Auf die Arbeit mit Ehrenamtlern muss man sich spontan einlassen, ohne allzu große eigene Pläne“, weiß Sophie Oberfeld. Erfahrung bringt sie unter anderem mit aus ihrer Tätigkeit als Jugendleiterin bei der Messdienerschaft in St. Josef, später St. Pankratius, in Emsdetten. Sie studierte Geschichte und katholische Religionslehre auf Lehramt, arbeitete einige Zeit in Schulen. „Ich komme aus dem Ehrenamt und wollte mit dem Ehrenamt arbeiten“, nennt die junge Frau als Grund, aus dem sie sich „nach anderen Möglichkeiten der Förderung individueller Talente und Persönlichkeiten jenseits der Schule“ umsah – und bei der Caritas in ihrer Heimatstadt fündig wurde.

Zum Start in diese Arbeit ausgerechnet mit dem Beginn des Corona-Lockdowns „war meine erste Sorge, dass für mich gar nichts zu tun ist, weil keine Ehrenamtler mehr da sind“. Diese Sorge erwies sich schnell als unbegründet. Für den Einkaufsdienst bei der Gemeinde-Caritas für Menschen mit Behinderung und Angehörige von Risikogruppen und auch den flugs organisierten Lieferdienst der Tafel fand die gut vernetzte Emsdettenerin rund 70 freiwillige, meist junge Helfer – und hatte gut zu tun mit der Begleitung und Koordination der kurzfristigen neuen Initiativen.

Nach den Lockerungen beim Infektionsschutz beginnt Sophie Oberfeld in diesen Tagen ihre Vorstellungsrunde im Verband, bei den Pfarrgemeinden und in der Schulseelsorge. Gerne würde sie dabei für das neue Projekt Sprachpaten für Menschen mit Migrationshintergrund werben. Auch den Aufbau eines Freiwilligen-Pools besonders für den Bereich der Behindertenhilfe möchte sie angehen und das Thema inklusive Gottesdienste.

„Viele Menschen möchten sich gerne ehrenamtlich engagieren, wissen aber nicht, wie und wo“, glaubt Sophie Oberfeld. „Da schadet es nicht, wenn jemand wie ich da ist, der mit etwas Überblick sagen kann: Wenn du über diese oder jene Fähigkeit verfügst, kannst du an dieser oder jener Stelle damit Gutes bewirken.“ Man finde für jeden eine Stelle zum Engagieren, ist sich die Koordinatorin sicher. Wichtig sei ihr bei der Begleitung Ehrenamtlicher, für Strukturen zu sorgen, für die notwendige Begrenzung des Arbeitspensums und bei der Balance zwischen Nähe und Distanz zu helfen.

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