282 Postmitarbeiter in Reckenfeld sorgen für die Verteilung der Urlaubsgrüße
Sogar Postkarten aus Kork

Reckenfeld -

282 Postmitarbeiter bearbeiten in Reckenfeld jeden Tag bis zu eine Millionen Briefsendungen: Darunter besonders im Sommer jede Menge Postkarten aus den beliebtesten Reisezielen in ganz Deutschland und von dort zurück ins Münsterland.

Mittwoch, 08.07.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 10:22 Uhr
Trotz Social Media & Co. wurden im Jahr 2019 deutschlandweitrund 147 Millionen Postkarten befördert. Sämtliche Urlaubspostkarten für Empfänger in der Postleitzahlregion „48“ werden im Briefzentrum Greven der Deutschen Post bearbeitet.
Trotz Social Media & Co. wurden im Jahr 2019 deutschlandweitrund 147 Millionen Postkarten befördert. Sämtliche Urlaubspostkarten für Empfänger in der Postleitzahlregion „48“ werden im Briefzentrum Greven der Deutschen Post bearbeitet. Foto: DP

Egal, ob aus Hamburg, Paris oder Castrop-Rauxel: Persönliche Grüße aus ganz Deutschland, die für Empfänger in der Postleitzahlregion „48“ vorgesehen sind, machen alle erst einmal Halt im Briefzentrum der Deutschen Post in Greven.

Und auch Postkarten, die aus Rheine, Coesfeld oder Senden in umgekehrter Richtung an Empfänger rund um den Globus gehen, landen zunächst im Gewerbegebiet des Grevener Ortsteils.

Dort bearbeiten 282 Postmitarbeiter jeden Tag bis zu eine Millionen Briefsendungen: Darunter besonders im Sommer jede Menge Postkarten aus den beliebtesten Reisezielen in ganz Deutschland und von dort zurück ins Münsterland.

Totgesagte leben länger: Obwohl die digitale Substitution durch Whatsapp, Facebook und Co. auch für einen kontinuierlichen Rückgang bei Postkarten sorgt, wurden im Jahr 2019 deutschlandweit rund 147 Millionen Postkarten befördert (aus Deutschland heraus und nach Deutschland hinein).

„Das zeigt, dass die Postkarte sowohl für unsere Kunden als auch für unser Unternehmen nach wie vor einen hohen Stellenwert hat. Digitale Grüße sind nun mal flüchtig, aber Urlaubsgrüße per Post bleiben in Erinnerung und werden sogar häufig aufbewahrt. Das ist für viele Menschen offenbar immer noch ein unschlagbarer Vorteil“, sagt Ingo Kutsch, Leiter der Postniederlassung Reckenfeld in einer Pressemitteilung.

„Gerade in Zeiten von Corona entdecken übrigens viele unserer privaten Kunden, aber auch karitative und kirchliche Einrichtungen die Postkarte und den Brief als Kommunikationsmedien neu. Damit können sie ihre jeweiligen Empfänger gut erreichen und ihnen eine sehr persönliche Freude machen“, so Kutsch.

„Der Großteil der täglichen Briefsendungen ist Geschäftspost, in klassischen weißen Umschlägen. Deshalb fallen die bunten Farbtupfer im Briefstromnatürlich besonders auf“, erklärt Ingo Kutsch.

Mal bunt und exotisch, mitunter schrill und grell, aber in der Mehrzahl doch rechteckig und mit wohlbekannten Motiven: Insbesondere in den klassischen Urlaubsmonaten, also vor allem im Sommer, werden viele Postkarten versandt. Trotz des Coronavirus haben viele Reisende das Bedürfnis, ein Stück Urlaubsfeeling an die Liebsten in der Heimat zu verschicken. Ob Nordsee-Schnappschuss oder Schwarzwald-Wanderung – manchmal sollen die Urlaubseindrücke offenbar so plastisch wiemöglich übermittelt werden. In den vergangenen Jahren kamen vor allem aus Portugal und Sardinien besonders häufig Karten aus Kork. Auch der klassische Bierdeckel ist nicht totzukriegen, und aus den Mittelmeerländern grüßen Muschelmotive.

Selbst die traditionelle Flaschenpost gibt es noch, allerdings als verschweißte Plastikflaschen mit Adressaufklebern versehen.

Wenig überraschend kamen 2019 die bunten Kärtchen hauptsächlich aus den Top-Urlaubsländern der Deutschen: aus Italien, Frankreich, Österreich, Spanien und der Türkei. Dieses Jahr wird man vielleicht einen neuen Trend erkennen. Mit Postkarten aus den schönsten Urlaubszielen Deutschlands.

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