Jakobskreuzkraut im Baugebiet Wöste
Anwohner fordert schnelle Bekämpfung

Greven -

Jacobskreuzkraut ist hochgiftig. Anwohner fordern Beseitigung.

Freitag, 10.07.2020, 11:00 Uhr
Sieht prächtig aus, ist aber in allen Bestandteilen giftig: das Jakobskreuzkraut ist überall in der Wöste zu finden.
Sieht prächtig aus, ist aber in allen Bestandteilen giftig: das Jakobskreuzkraut ist überall in der Wöste zu finden. Foto: Peter Beckmann

Eigentlich sieht die Pflanze ja ganz nett aus. Das kräftige gelb ihrer Blüten ist weit zu sehen und lockert als farbenfrohen Lichtblick das Bild so manche Wiese auf. Aber: So schön wie sie auch ist, so giftig ist sie auch. Das Jakobskreuzkraut ist in allen Teilen sogar hochgiftig. Es enthält sogenannte Pyrrolizidin-Alkaloide, die beim Verzehr für Leberschäden sorgen. Und deswegen macht sich ein Bewohner des Baugebietes Wöste große Sorgen. Denn dort ist das Jakobskreuzkraut weit verbreitet.

„Im gesamten Baugebiet breitet sich das Jakobskreuzkraut stark aus. Es ist an der Rönne, wo sehr viele Familien spazieren gehen, Hunde auslaufen, außerdem auf den ungepflegten Wiesen mitten im Baugebiet, wie auch rund um den Kinderspielplatz und beinahe in jeder Straße“, schreibt der Mann in einer Mail und beklagt, dass von Seiten der Stadt nichts gegen die Ausbreitung der Pflanze unternommen wird. „Die Gefährdung der in diesem Gebiet lebenden Kinder oder Schul- und Kindergartenkinder erfordert eine schnelle Bekämpfung dieser sehr aggressiv ausbreitenden giftigen Pflanze.“

Klaus Feldmann von den Technischen Betrieben Greven (TBG) ist das Problem bekannt. „Die Pflanze hat sich in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet. Wir wollen grundsätzlich versuchen, diese Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes zu stoppen“, sagte er auf Anfrage dieser Zeitung. Aber man befinde sich bei dem nicht neuen Thema noch in der Entscheidungsfindung. „Da gibt es noch keine abschließende Meinung.“

Das Problem: Das Jakobskreuzkraut ist eine heimische Pflanze und einige Naturschützer sprechen sich gegen die Ausrottung der Pflanze aus. „Wir haben bei Mähaktionen auch schon negative Resonanzen bekommen“, so Feldmann.

Der Bewohner der Wöste sieht das ganz anders. „Das Jakobskreuzkraut ist eine Bedrohung von Menschen und Tieren im Neubaugebiet Wöste und muss weg.“

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