Direkt-Kandidaten für die Kommunalwahl stellen sich vor
30 000 Grevener haben die Wahl

GReven -

Die politischen Kandidaten der 19 Wahlkreise stellen sich vor und setzen ganz unterschiedliche Prioritäten.

Dienstag, 04.08.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 09:58 Uhr
Zwölf Wahlbezirke umfasst das Gebiet der Kernstadt, hinzu kommen vier weitere in Reckenfeld.
Zwölf Wahlbezirke umfasst das Gebiet der Kernstadt, hinzu kommen vier weitere in Reckenfeld. Foto: Privat

Das Wohnen bezahlbarer machen, die Schulen besser ausstatten, den Beach retten, Kultur und Vereine fördern, die städtische Infrastruktur den demografischen Gegebenheiten anpassen: Politische Kandidaten, das liegt in der Natur der Sache, setzten ganz unterschiedliche Prioritäten. Das ist im Wahlkreis 1 so (deren Kandidaten sich heute auf Lokalseite 3 vorstellen), das dürfte in den 18 weiteren Kommunal-Wahlkreisen in Greven nicht anders sein.

Damit die Leser sich im Vorfeld der September-Wahl einen Eindruck davon verschaffen können, wer in ihrem Bezirk mit welchen Zielen antritt, veröffentlichen wir ab heute in loser Folge die Antworten der Kandidaten auf die Fragen der Redaktion.

So erfährt man etwas über den persönlichen Hintergrund der Männer und Frauen, die in den Rat einziehen wollen. Auch Informationen über Privates wie die familiäre Situation, den Beruf oder Hobbys helfen, sich ein Bild von den Kandidaten zu machen. Nicht zuletzt haben die Lokalpolitiker und die, die es werden wollen, natürlich Gelegenheit, darzulegen, welche politischen Schwerpunkte sie setzten möchten.

Bei der Frage nach politischen Vorbildern gab es erwartbare Antworten (Adenauer, Brandt, Obama), aber auch überraschende Namen, etwa Käte Strobel (Bundesgesundheitsministerin in den 60er/70er Jahren), Jón Gnarr (isländischer Komiker, Musiker, Schriftsteller und zeitweise Bürgermeister von Reykjavík) oder Jacinda Ardern (Premierministerin von Neuseeland).

Am 13. September (und im Falle einer Stichwahl ums Bürgermeisteramt auch 14 Tage später) haben rund 30 000 Grevener die Gelegenheit, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Bei der letzten Kommunalwahl 2014 (damals zusammen mit der Europawahl) lag die Wahlbeteiligung in Greven bei 53,3 Prozent. Würde im September ein ähnlicher Wert erreicht, müssten am Wahlabend rund 16 00 Stimmzettel ausgezählt werden – für jede Wahl. Denn die Grevener wählen bekanntlich nicht nur einen neuen Bürgermeister und Ratsleute, sondern auch einen Kreistag und einen Landrat.

Um mitwählen zu dürfen, müssen am Wahltag drei Bedingungen erfüllt sein: Wähler müssen 16 Jahre oder älter sein, seit 16 Tagen den Hauptwohnsitz in ihrer Gemeinde haben und die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen EU-Landes besitzen. Wer alle Bedingungen erfüllt, landet automatisch im Wählerverzeichnis und erhält rechtzeitig vor der Wahl (in der Regel vier Wochen zuvor) seine Wahlbenachrichtigung.

Ein öffentliches Wahlstudio im Rathaus wird es coronabedingt in diesem Jahr nicht geben. Möglich ist aber, dass es eine solche Veranstaltung im oder rund ums Ballenlager gibt (möglicherweise mit Außenübertragung). Details werden derzeit geklärt.

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