Heinz Schulte-Altedorneburg sorgt mit „HS Objektraum“ für optimale Raumakustik
So sieht Ruhe aus . . .

Greven -

Was sind Akustikbilder? Herr Schulte-Altedorneburg erklärt das Prinzip.

Mittwoch, 05.08.2020, 11:15 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 09:59 Uhr
Heinz Schulte-Altedorneburg steht mit seinem Unternehmen „HS Objektraum“ und seiner Marke „dikustik ®“ für die Verbindung von Optik und Akustik, um die Nachhallzeiten in öffentlichen und gewerblich genutzten Räumen zu optimieren.
Heinz Schulte-Altedorneburg steht mit seinem Unternehmen „HS Objektraum“ und seiner Marke „dikustik ®“ für die Verbindung von Optik und Akustik, um die Nachhallzeiten in öffentlichen und gewerblich genutzten Räumen zu optimieren. Foto: Pia Weinekötter

Akustik? Ja, schon mal davon gehört. Bilder? Klar, kennt man. Doch Akustikbilder? Was soll das sein? „Das sind Bilder, die die Halligkeit in Räumen verbessern, indem sie den Nachhall verkürzen“, erklärt Heinz Schulte-Altedorneburg und bringt es auf den Punkt: „effektive Schallabsorption und schöne Optik.“

Das Prinzip ist denkbar einfach: Hochwertiger digitaler Textildruck auf einem schallschluckenden Vlieskern in einem leichten Aluminiumrahmen – schnell auszutauschen und sogar waschbar. Und wofür benötigt man derartige Objekte? „Wir haben DIN-Normen, die die Nachhallzeiten in öffentlichen und gewerblich genutzten Räumen regeln“, erklärt der Inhaber von HS Objektraum. „Mit Hilfe einer Computersimulation können wir berechnen, wie diese Nachhallzeiten tatsächlich sind und wie wir sie optimieren können.“ So absorbiert Beton beispielsweise nur zwei Prozent des Schalls und reflektiert den Rest, wodurch der Nachhall im Raum erhöht wird. Akustikbilder hingegen absorbieren rund 90 Prozent und reflektieren nur zehn Prozent. „Zertifiziert und mit Prüfzeugnissen belegbar“, bestätigt Schulte-Altedorneburg.

Dabei ist nicht nur die Schallabsorption ein wichtiges Kriterium, sondern auch die Eigenschaften des verwendeten Materials hinsichtlich Brandschutz-Auflagen. Mit diesen Themen kennt sich der gebürtig aus Telgte stammende Diplom-Betriebswirt gut aus. Beruflich sammelte er Erfahrungen sowohl im europaweiten Vertrieb großformatiger Bildtapeten als auch in der Büro- und Objekteinrichtung. Diese Erfahrungen und das Netzwerk von bundesweit rund 250 Fachhändlern und Objekteinrichtern, Innen/Architekten und Planern aus fast 20 Jahren bündelte der dreifache Familienvater, als er sich 2006 mit „HS Objektraum“ in Greven selbständig machte: Anfangs als Objekteinrichter beispielsweise für Trennwandsysteme und seit 2008 ausschließlich mit dem Schwerpunkt Raumakustik und Schallabsorption.

Schulte-Altedorneburg entwickelte seine eigene geschützte Marke ‚dikustik‘ – „ein Kunstwort aus digitaler Akustik“. Bei seinen Akustikbildern mit digitalem Druck ist „von der akustischen Briefmarke mit 50x50cm bis hin zu großformatig bedrucktem Tuch in der Größe von 5x20m alles möglich.“

Die Einsatzgebiete für diese Schallabsorber an Wand und Decke sind zahlreich. „Dabei sind die Vorgaben abhängig von der Nutzung der Räume“, erklärt der Unternehmer, „in einer Förderschule für hörgeschädigte Kinder muss ich andere Kriterien erfüllen als beispielsweise in einem Großraumbüro.“ Entsprechend vielfältig sind auch seine Projekte: „Aktuell planen wir in Süddeutschland die Ausstattung für einen Neubau für 2500 Mitarbeiter. Fertigstellung 2023.“

Seine Marke „dikustik®“ hat der 59-Jährige ständig weiterentwickelt. Es gibt inzwischen vier Systeme. Das Ausgangsprodukt ist „dikustik image“, das gerahmte Akustikbild mit Vlieskern und hochwertigem Fotodruck. Unter „dikustik textile“ findet der Kunde die puristische Variante der Akustikbilder: statt eines Fotodrucks werden hochwertige unifarbene Stoffe auf einen Holzrahmen gezogen und passend zur Raumausstattung kombiniert. „dikustik mono“ steht ebenfalls für die puristische Farb- und Formgebung. „Diese individuell gefertigten und bis zu 18cm dicken Akustik-Monoblöcke kombinieren Schallschutz mit Raumtrennung und wirken dabei als sogenannte Breitband-Absorber gerade im unteren Frequenzbereich.“ Bei „dikustik eco“ wie economics, also Wirtschaftlichkeit, werden die dikustik-Vorteile mit der Serienfertigung bei einem dänischen Partner kombiniert. „So gibt es die Schallabsorber zwar nur in bestimmten Größen und Farben, dafür sind diese Standard-Produkte allerdings auch preiswerter – ökonomisch eben.“

Das HS Objektraum-Netzwerk reicht dabei von international bis lokal: „Die Stoffe beziehen wir beispielsweise aus Großbritannien, die dikustik-Bilder werden in einer hochspezialisierten Textildruckerei im Rheinland gefertigt, die Stoffe werden von einer Grevener Schneiderin individuell genäht und die Füllung der Elemente mit Akustik-Vlies erfolgt hier in der Werkstatt.“

So entsteht Schallschutz, der aus dem Rahmen fällt, weil er im Rahmen steckt.

 

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