Bergungsaktion am Bockholter See
24-Jährige stürzt mit Auto acht Meter tief in die Böschung

Greven -

Am Bockholter See zwischen Greven und Münster hat sich am Samstagmittag nach dem tödlichen Badeunfall vom Freitag bereits der nächste größere Rettungseinsatz zugetragen: Eine junge Frau war mit einem Auto eine Böschung mehr als acht Meter tief hinabgestürzt.

Samstag, 08.08.2020, 16:29 Uhr aktualisiert: 08.08.2020, 16:38 Uhr
Bergungsaktion am Bockholter See: 24-Jährige stürzt mit Auto acht Meter tief in die Böschung
Ein Bergungsunternehmen zog den stark beschädigten Wagen mithilfe einer Seilwinde hoch und transportierte das nicht mehr fahrbereite Fahrzeug ab. Foto: Jens Keblat

Die 24-Jährige hatte sich den 5er-BMW offenbar von ihrem Vater für eine Spritztour zum See ausgeliehen, doch dort endete die Fahrt unerwartet abrupt und mit einem lauten Knall im Unterholz. Die Frau aus Münster stürzte an einer Parkmöglichkeit im Bereich Guntruper Berge eine Böschung mehr als acht Meter tief hinab.

Um 12.32 Uhr waren die Freiwillige Feuerwehr mit Kräften aus der Innenstadt und vom Löschzug Gimbte sowie der Rettungsdienst und die Polizei zu dem Alleinunfall alarmiert worden. Eine Ärztin und ein Notfallseelsorger, die sich zufällig und unabhängig voneinander in der Nähe aufgehalten hatten, als es zu dem Unfall kam, boten sofort ihre Hilfe an. Die Ärztin betreute die junge Frau, die zwar unverletzt blieb, durchaus aber einen leichten Schock erlitt.

Wie die Polizei herausfand, wollte die 24-Jährige den ausgeborgten Wagen lediglich rückwärts einparken, infolge eines offensichtlichen Bedien- bzw. Fahrfehlers stürzte der Wagen dann die Böschung hinab. Die Feuerwehr setzte eine Kettensäge ein, um eine Schneise für die spätere Bergung des Wagens durch die Böschung zu schlagen. Ein Bergungsunternehmen, das mit zwei Abschleppfahrzeugen anrückte, zog den stark beschädigten Wagen dann mithilfe einer Seilwinde hoch und transportierte das nicht mehr fahrbereite Fahrzeug ab.

Während des längeren Bergungseinsatzes erforderten immer wieder Passanten die volle Aufmerksamkeit der Polizeikräfte. So nahmen zwei Männer, die offenbar stärker alkoholisiert waren, unter Beobachtung der Beamten angeschnallt in ihrem Wagen Platz. Nachdem die Polizisten insbesondere den Fahrer von einer Trunkenheitsfahrt abhalten konnten, versuchte einer der Männer kurzerhand, im Abschleppwagen Platz zu nehmen. Zuvor sollen die beiden laut Zeugenangaben bereits versucht haben, einer Passantin den Rucksack zu entwenden.

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