Bioenergiepark Saerbeck: Arbeitsgruppe der Ledder Werkstätten zieht um ins Gebäude 09
„Moderner Gartenbaustandort“

Saerbeck -

Die Ledder Werkstätten (LeWe) aus Tecklenburg haben einen Teil des Gebäudes 07 als Basis genutzt, jetzt ziehen die rund 30 Menschen mit Behinderung um.

Montag, 10.08.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 13.08.2020, 09:45 Uhr
Das Mähen der Bunkerdächer gehört seit Jahren zu den festen Aufgaben der LeWe-Arbeitsgruppe.
Das Mähen der Bunkerdächer gehört seit Jahren zu den festen Aufgaben der LeWe-Arbeitsgruppe.

Von 07 nach 09: Alle Gebäude im 90 Hektar großen Bioenergiepark (BEP) sind nach einem umlaufenden System durchnummeriert. Seit dem Sommer 2012 haben die Ledder Werkstätten (LeWe) aus Tecklenburg einen Teil des Gebäudes 07 als Basis genutzt, um von dort aus – mit aktuell rund 30 Menschen mit Behinderung – vielerlei Pflegearbeiten im BEP zu leisten. Bald wird die Fachhochschule Münster dieses langgestreckte Gebäude komplett für ihre „Applied Sciences“ (Angewandte Wissenschaften) nutzen. Das bedeutet für die LeWe-Arbeitsgruppe samt ihrer Maschinen den Umzug ins nur gut 100 Meter entfernte Haus 09, eine ehemalige Fahrzeughalle.

Schon seit Monaten ist die LeWe-Haustechnik deshalb mit sämtlichen Gewerken dabei, das Gebäude auf den Stand der Technik zu bringen. Es soll „ein moderner Gartenbaustandort“ werden, erklärt Markus Aulkemeier (Geschäftsbereichsleitung Werkstatt) bei der Begehung. Die Handwerker hängen die Decken ab, was Akustik und Dämmung verbessert. Sie schaffen im Trockenbau Sozialräume, sorgen überall für Heizung (später gespeist durch Fernwärme der Kompostierungsanlage der EGSt) und tauschen die alten Metalltore gegen große Glasfronten aus, sodass viel mehr Licht eindringt.

Das sei die bauliche Facette des modernen Standortes, teilen die LeWe weiter mit. Die personelle Facette bedeute, dass hier ab September die 30-köpfige BEP-Gruppe und coronabedingt auch etwa 30 Gärtner aus dem Grünen Bereich zusammengefasst sein würden, die normalerweise auf dem Hof Stapenhorst in Lengerich stationiert seien.

Ein großes Schleppdach wird demnächst dem Trecker und allen Hängern und Geräten Schutz bieten. Die 36 mal 14 Meter große eingeschossige Halle teilt sich in einen Geräteraum, zwei Montageräume, einen Schulungsraum sowie Pausen- und Sozialräume auf. Genügend Platz also, um während der Wintermonate drinnen vielfältige Arbeitsangebote für die Beschäftigten zu machen.

Seit Jahren ist die BEP-Gruppe während der Saison fast durchgehend mit dem Mähen der mehr als 60 Bunkerdächer beschäftigt. Auch die Reinigung der Kompostierungsanlage, der Straßen, Wege, Grünflächen und über fünf Kilometer langen Zaunanlage des Parks bleiben als Aufgaben erhalten. Hinzu kommen in der Coronazeit viele Pflegeaufträge, die die Gruppe gemeinsam mit den Gärtnern beispielsweise am Aaseebad Ibbenbüren und an vielen weiteren Orten leistet. Ebenfalls im Angebot ist nun die thermische Unkrautvernichtung, wofür eigens eine neue Maschine angeschafft wurde. Damit sei man schon bei der Lengericher Maschinenbaufirma Garant im Einsatz, berichtet Aulkemeier weiter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7528230?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686824%2F
Nachrichten-Ticker