Raumbedarf an der Josefschule
Immer mehr Kinder wollen das Ganztagsangebot

Greven -

Die Anzahl der Eingangsklassen wird steigen und somit auch der Bedarf an der Nachmittagsbetreuung.

Dienstag, 25.08.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 28.08.2020, 10:02 Uhr
Schulleiterin Anne Sprakel vor den beiden neuen Containern neben der Josefschule.
Schulleiterin Anne Sprakel vor den beiden neuen Containern neben der Josefschule. Foto: Günter Benning

Immer mehr Grundschulkinder wollen in den offenen Ganztag. „Von 270 Schülern sind derzeit 117 im Ganztag, 75 Kinder nehmen die von einem Verein angebotene Betreuung bis 14 Uhr wahr“, sagt Anne Sprakel, Leiterin der Josefschule, „die Stadt rechnet damit, dass es künftig zwischen 75 und 80 Prozent sein werden.“ Die Josef-Schule ist schon bei 71 Prozent angekommen.

Für die Grundschule zeichnen sich damit langfristig Raumprobleme ab. Hatte sie im letzten Jahr nur zwei Eingangsklassen, so kann man künftig wieder mit drei Klassen rechnen. In der Prognose für 2025 sagt die Stadt sogar vier Klassen mit 80 Kindern voraus.

Zwei Container, die jetzt neben dem Schulhof aufgestellt wurden, sollen den aktuellen Bedarf decken. „Das ist erstmal ein Klassenraum“, so Sprakel, „und eine Raum für die Differenzierung.“

Die Grundschulen in der Stadt erreicht eine Entwicklung, die seit einigen Jahren bei den Kitas spürbar ist. Kaum noch werden reine Vormittagsangebote von den Eltern gewünscht. Die Nachfrage nach Nachmittagsbetreuung wächst.

Immer öfter werden 45 Stunden Kita-Zeit gebucht. Damit schaffen sich berufstätige Eltern Raum, um Kinderbetreuung und Job unter einen Hut zu bringen. Für die Stadt führt das seit Jahren zu wachsendem Bedarf an neuen Kitas. Doch ist die Kita-Zeit vorbei, ändert das für viele Eltern nichts am Betreuungsbedarf. Der offene Ganztag, der bis 15 oder 16 Uhr geht, bleibt da ein Wunschangebot.

„Wir denken hier weiter in die Richtung einer 100-prozentigen Auslastung an den Nachmittagen“, gibt Schulleiterin Anne Sprakel den Diskussionsstand in ihrem Kollegium wieder. Das werde nicht ohne einen Anbau möglich sein. Sprakel: „Im nächsten Jahr muss das ins Rollen kommen.“ Nicht nur normaler Schulunterricht und Nachmittagsbetreuung findet derzeit in der Josefschule statt. Nachmittags gibt es hier Nachhilfestunden oder Musikunterricht der Musik-Akademie. Kinder, die Anspruch auf Unterstützung mit dem Bildungs- und Teilhabe-Programm des Landes haben, nutzen ebenfalls die Schulräume.

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