LüMi-Konzept an der Luther-Schule knackt die 50er-Marke
Eltern fordern Befragung zum Betreuungsbedarf

Greven -

Flexible Abholzeiten bis 12.30 oder 14 Uhr werden von vielen Familien bevorzugt - an der Martin-Luther-Grundschule heißt die Antwort: LüMi-Konzept.

Mittwoch, 26.08.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 28.08.2020, 10:01 Uhr
Die Grafik dokumentiert den stetig wachsenden Bedarf nach flexibler Betreuung.
Die Grafik dokumentiert den stetig wachsenden Bedarf nach flexibler Betreuung.

Immer mehr Eltern melden ihre Kinder zur flexiblen Betreuung an der Martin-Luther-Grundschule an – dort wurde nun die 50er-Marke geknackt, wie der Förderverein als Träger des Angebotes mitteilt.

In der Grundschule endet der Unterricht häufig gegen 11.30 Uhr. Und dann? Die offene Ganztagsbetreuung (OGS) bietet pädagogische Betreuung bis 16 Uhr und darüber hinaus. Doch was, wenn Familien gar nicht so viel Betreuungszeit benötigen und flexible Abholzeiten bis 12.30 oder 14 Uhr besser in ihren Alltag passen?

An der Martin-Luther-Grundschule heißt die Antwort auf diese Fragen: LüMi-Konzept (Lutherkinder über Mittag) – von der Schulleitung maßgeblich organisiert und vom Förderverein Martin-Luther-Grundschule und Christus-Kindergarten Greven getragen.

Dank der Übernahme der Elternbeiträge durch die Stadt Greven und das Land NRW konnte die LüMi über die erste Corona-Welle hinweg erhalten werden und ist auch im neuen Schuljahr wieder am Start.

Die Betreuerinnen bieten Unterstützung bei den Hausaufgaben, Aktion und Spiele oder auch Ruhemöglichkeiten, und werden damit den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder nach dem Unterricht gerecht. Die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2020/21 haben die Rekordmarke von 50 Kindern geknackt und zeigen wieder einmal, dass das Konzept aufgeht. „Diese Bestätigung unserer Arbeit freut uns sehr, auch wenn sie uns organisatorisch und besonders räumlich vor neue Herausforderungen stellt“, so die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Martin-Luther-Grundschule und Christus-Kindergarten Greven, Sonja Stöcker.

Das Portfolio des Fördervereins wurde auf Wunsch von Schulleitung und Eltern mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 um die Anschlussbetreuung bis 12.30 Uhr erweitert.

Mit dem Start der Anschlussbetreuung im vergangenen Schuljahr können die Eltern an der Martin-Luther-Grundschule für ihr Kind laut Pressemitteilung eine bedarfsgerechte Betreuung aus dem dreigliedrigen Betreuungssystem „Klassische OGS, flexible Betreuung bis 14 Uhr (LüMi) und der Anschlussbetreuung bis 12.30 Uhr“ wählen.

„Wir vermuten, dass die eigentliche Nachfrage nach solch flexiblen Modellen wesentlich größer ist, aber Familien oft mangels passender Angebote und begrenzter Kapazitäten auf die klassische OGS zurückgreifen müssen“, sagt Sonja Stöcker. „Wünschenswert und erstrebenswert wäre daher eine differenzierte Erhebung des tatsächlichen Betreuungsbedarfes der Familien, die es in Greven bislang nicht gibt.“

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