Endgeräte für Schulen, Schüler und Lehrer
Greven bestellt über 1100 iPads

Samstag, 05.09.2020, 18:23 Uhr
Greven nutzt verschiedene Fördertöpfe, um insgesamt 1118 iPads für Schulen, Lehrer und jene Schüler, die noch kein Gerät für Homeschooling haben, zu kaufen.
Greven nutzt verschiedene Fördertöpfe, um insgesamt 1118 iPads für Schulen, Lehrer und jene Schüler, die noch kein Gerät für Homeschooling haben, zu kaufen. Foto: dpa

Die Bestellmenge für Greven hat es durchaus in sich: Insgesamt soll eine vierstellige Zahl an Geräten beschafft werden. Die Mittel dazu stammen aus verschiedenen Töpfen. Das wurde nun im Schulausschuss bekannt, als dort ein Antrag der Fraktion Reckenfeld direkt besprochen wurde. Die Digitalisierung der Schulen ist jedoch kein neues Thema. Im Rahmen der Umsetzung des Medienentwicklungskonzeptes statte man die Schulen schon seit drei Jahren Zug um Zug neu aus, erläuterte Frank Hänel, in der Stadtverwaltung für Schulfragen zuständig.

Aber Corona und Lernen auf Distanz hat natürlich nochmal eine neue Dynamik ins Thema gebracht – und zum Teil eben Zugang zu Fördertöpfen ermöglicht, die es vorher gar nicht gab.

Aus dem Digitalpakt des Landes hat die Stadt Grevenunter anderem 154 000 Euro für 337 Endgeräte inklusive Zubehör bewilligt bekommen. Diese sind an die jeweiligen Klassenräume gebunden, können also bei Bedarf im Präsenzunterricht eingesetzt, aber von den Schülern nicht mit nach Hause genommen werden.

Anders ist es bei den Geräten, die aus Corona-Mitteln des Landes fürs Lernen auf Distanz angeschafft werden können. Im Sommer hatte sich herausgestellt, dass 600 bis 800 Grevener Kinder kein taugliches Endgerät oder keinen schnellen Internetanschluss haben und somit faktisch nicht am Homeschooling teilnehmen können.

Das Land stellt für Greven 189 000 Euro zur Verfügung, die Stadt legt 21 000 Euro hinzu (90-prozentige Förderung). Auch hier werden 500 Euro pro Gerät zugrunde gelegt. „Nach Adam Riese kommen wir dann auf 421 Geräte, die wir für die Schülerinnen und Schüler kaufen können“, erläuterte Hänel, der weiter vorrechnete, dass es somit ein Gerät für jeden zehnten Schüler gebe, oder etwa zwei bis drei Endgeräte pro Klasse. Bürgermeister Peter Vennemeyer hatte kürzlich schon mal in Reckenfeld vorgerechnet, dass es für die Erich-Kästner-Grundschule rechnerisch 41 Endgeräte gebe. Hänel sagte angesichts der Zahlen: „Sie sehen: Es ist nicht so, dass dann jeder ein Endgerät hat und auch nicht jeder, der einen Bedarf hat.“ Auf die Stadt und / oder die Schulen kommt somit die schwierige Aufgabe zu, zu entscheiden, wer ein Tablet-PCs bekommt und wer nicht.

Auch für Lehrer gibt es ein Förderprogramm: 180 000 Euro gibt das Land NRW, mit denen die Stadt etwa 360 Endgeräte für Lehrer anschaffen kann. Die Stadt ist jedoch verpflichtet, die Wartung der Geräte zu übernehmen.

Man werde die Geräte im September bestellen. „Wir haben natürlich keinen Liefertermin. Ich vermute mal, dass die Nachfrage relativ hoch sein wird“, sagte Hänel. Für iPads habe man sich im Übrigen deshalb entschieden, weil diese zentral ferngewartet werden können.

Aus dem Digitalpakt stehen für Greven insgesamt rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Großteil davon hat die Stadt auch schon beantragt und bewilligt bekommen. Neben den genannten Endgeräten (337 iPads) kann damit technische Infrastruktur und Ausstattung der Schulen finanziert werden – also schnelle Leitungen, W-Lan, Server, Beamer, Roboter, Präsentationstechnik und manches mehr.

Obendrein erhalten die Schulen aktuell Zug um Zug Glasfaseranschlüsse. Sie lösen die 400 MBit-Anschlüsse (bzw. 200 MBit an Grundschulen ab), die aktuell zur Verfügung stehen.

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