Bliss-Konzerte im Beat Club mit drei jungen Künstlern
Wohnzimmer-Atmosphäre

Greven -

Im Beat Club geht wieder was: Allerdings nur Klassik und dann in Wohnzimmer-Atmosphäre mit reduzierter Besucherzahl. Das Bliss-Programm wurde jetzt vorgestellt.

Samstag, 12.09.2020, 11:00 Uhr
Ralf Wietkamp, 2. Vorsitzender des Beat Clubs, GWK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Schulte und Volksbank-Vorstand Andreas Hartmann (v.l.) mit dem Programm der Bliss-Konzerte.
Ralf Wietkamp, 2. Vorsitzender des Beat Clubs, GWK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Schulte und Volksbank-Vorstand Andreas Hartmann (v.l.) mit dem Programm der Bliss-Konzerte. Foto: Günter Benning

Es werden Konzerte in Wohnzimmeratmosphäre. „Aber ich freue mich, dass wir überhaupt wieder etwas machen können“, sagt Dr. Susanne Schulte, Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK). Drei junge Künstler werden in der Reihe „Bliss“ im Grevener Beat Club auftreten. Und 25 Zuschauer haben die Chance, live daran teilzunehmen. „Wir halten uns an die Corona-Vorschriften“, sagt Ralf Wietkamp, zweiter Vorsitzender des Kellerclubs, der seit Monaten dahinschlummert. Möglicherweise gehen auch ein paar mehr Leute rein: Verwandte darf man enger setzen.

Besondere Motive

Die Konzerte stehen unter herausfordernden Motiven.

  • Ultimativ: Das verspricht Theo Platz (26) mit seinem Fagott zu bieten. Der Solofagottist des hr-Sinfonieorchesters spielt Werke von Johann Sebastian Bach und Isang Yu. Termin: Freitag, 16. Oktober, 20.30 Uhr.
  • Glasses und Cages: Damit bezieht sich der polnische Akkordenonist Maciej Frackiewicz (32) auf ein Stück über die münsterischen Wiedertäufer von Anatoly Kusyakov („Stained Glasses and Cages of St. Paul Cathedral in Münster“). In der Komposition, argwöhnt GWK-Chefin Susanne Schulte, dass der Komponist wohl den Dom mit der Lambertikirche – und ihren Käfigen – verwechselt hat. Egal, Frackiewicz spielt außerdem Stücke von Bach, Andrzej Tuchowski und César Franck und zwar am Freitag, 27. November, 20.30 Uhr.
  • Galant: Das ist das Motto der 23-jährigen Harfenistin Carmen Steinmeier aus Soest, Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Sie spielt mal einen anderen Bach: Carl Philipp Emanuel, dazu Georg Friedrich Händel und Benjamin Britten. Termin: Freitag, 11. Dezember, 20.30 Uhr.

Konzerte sind ausgefallen

Auch wenn nur wenige Besucher die Kasse füllen können, erhalten die Künstler ihr „normales“ Honorar. Die Sponsoren, betont die GWK-Geschäftsführerin, haben ihren Beitrag erhöht. Sie musste in diesem Jahr bereits 50 Konzerte der Summerwind-Reihe absagen, für die langfristige Verträge geschlossen waren. Weil die Förderer im Boot blieben, konnten den Künstlern immerhin Ausfallhonorare in Höhe von 60 Prozent gezahlt werden. Ein Privileg, das in der gegenwärtigen Situation nicht viele Veranstalter ihren Künstlern bieten können.

Für den Beat Club ist es auch ein bitteres Jahr. „Wir haben zwar eine sehr gute Lüftung“, sagt Ralf Wietkamp. Trotzdem wolle keiner das Risiko eingehen, bei einem Rockkonzert Corona zu verbreiten. Darum sind alle Veranstaltungen in diesem Jahr ausgefallen. Auch die am Beach. Wietkamp: „Wir sind ausgehungert, wir möchten wieder Gäste haben.“

„Ausgehungert“

 

Karten für die Bliss-Konzerte gibt es im Vorverkauf bei Greven Marketing, dem Beat Club Greven und in allen ADticket-Verkaufsstellen. Online unter www.adticket.de

Drei Fragen an GWK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Schulte

 

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