Weihnachtsmarkt möglicherweise mit abgespecktem Programm
Die Hoffnung lebt

Reckenfeld -

Die Reckenfelder Vereine sind verhalten optimistisch, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden kann - womöglich in abgespeckter Form.

Sonntag, 13.09.2020, 09:05 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 18:58 Uhr
Reckenfelder Vereine stehen für den Weihnachtsmarkt parat. Offen ist, wie die Corona-Vorgaben eingehalten werden sollen.
Reckenfelder Vereine stehen für den Weihnachtsmarkt parat. Offen ist, wie die Corona-Vorgaben eingehalten werden sollen. Foto: fks

„Schade“, sagt Franz-Josef Holthaus. Aber die Entscheidung konnte nicht anders ausfallen. Der Reckenfelder Erntedankmarkt, der üblicherweise im September stattfindet, fällt in diesem Jahr aus. Das steht seit einer Sitzung der Kultur- und Sporttreibenden Vereine im Juli fest.

Deutlich mehr Hoffnung dürfen Fans des Reckenfelder Weihnachtsmarktes haben. „Das ist noch nicht hundertprozentig sicher“, lässt Peter Hamelmann von Greven Marketing immerhin ein Türchen offen. Man habe mit Holthaus abgestimmt, dass dieser bei den Vereinen nachfrage, ob sie überhaupt interessiert sind, einen Markt unter Corona-Bedingungen durchzuführen, und ob sie selbst einen Stand anbieten können, der den aktuellen Regelungen Rechnungen trägt. „Wir hoffen, dass wir das in den kommenden 14 Tagen klären können“, sagt Hamelmann.

Holthaus hat schon etliche Vereinsvertreter getroffen und ist verhalten optimistisch. „Bei allen Gesprächen, die ich bislang geführt habe, gab es eine entsprechende Bereitschaft. Im Moment sieht es so aus, dass es eventuell einige Vereinstände geben kann.“ Mindestens für Kaffe und Kuchen, Glühwein und Grillgut müsse und wolle man sorgen, um Besucher anzulocken, Und natürlich habe man vor, falls der Markt stattfinden könne, den Schausteller Stefan Brinkbäumer zu bitten, einige Kinderkarussells aufzustellen. „Damit der auch mal wieder ein bisschen Geld in den Klingelbeutel bekommt“, sagt Holthaus.

Die große Unbekannte im Moment: Wie genau sind die Vorgaben des Landes zu interpretieren? Großveranstaltungen sind bekanntlich in NRW bis Ende des Jahres verboten. Doch zählt ein Stadtteil-Weihnachtsmarkt dazu? „Nichts Genaues weiß man nicht“, sagt Holthaus schulterzuckend. Man sei in Gesprächen mit der Stadtverwaltung, um zu klären, was überhaupt zulässig sei.

Klar ist indes: Ein Musikprogramm in der Kirche wird es ziemlich sicher nicht geben. „Wechselnde Besucher in der Kirche – das ist nicht möglich“, sagt Hamelmann. „Die Kirche werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach außen vor lassen“, bestätigt Holthaus. Eine auf 50 Menschen begrenzte Zuschauerzahl, zudem die Pflicht, Listen zu führen – das steht einem Indoor-Konzertprogramm entgegen. Zudem haben viele Chöre in den letzten Wochen gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen geprobt. Insofern werde es möglicherweise nur ein Musikprogramm auf Sparflamme geben – im Freiem, möglicherweise durch ein halboffenes Zelt oder etwas ähnlichem geschützt.

Ganz begraben mag Holthaus den Wunsch nach einem Weihnachtsmarkt (geplant für den 12. Dezember) jedenfalls noch nicht. Er hat in den Gesprächen mit Vereinen festgestellt, dass genug Mitstreiter bereit stünden. „Die Kartoffeln sind im Pott, nur der Herd ist noch nicht an.“

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