Gibt es einen Ersatz für die Rote-Mühle-Partys der KI?
Neuer Vorstand: Drei für einen

Greven -

Egon Koling hat die KI geprägt. Der Mann war so aktiv, dass er gleich drei Nachfolger braucht.

Donnerstag, 24.09.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 24.09.2020, 16:08 Uhr
Eine Erinnerung an Höhepunkte der KI-Zeit: Günther Hill (l.) übergibt die Fotokollage an Egon Koling (M.).
Eine Erinnerung an Höhepunkte der KI-Zeit: Günther Hill (l.) übergibt die Fotokollage an Egon Koling (M.). Foto: Günter Benning

Egon Koling ist auch mit 85 Jahren eine elegante Erscheinung. Da muss man nur mal auf die exquisiten blitzblanken Schuhe gucken. Aber die meinte Werner Jakobs wohl nicht, als er den Vorsitzenden der Kulturinitiative Greven am Dienstagabend im Goldenen Stern verabschiedete: „Wenn ein Vorsitzender so große Fußstapfen hinterlässt, dann ist es schwierig, die Nachfolge zu übernehmen.“

Koling geht. Das schien der Chef der KI wohl selbst noch nicht ganz verinnerlicht zu haben. Er erklärte nämlich, dass er nicht wieder zur Wahl antreten werde und dann führte er doch – souverän stehend – vom Anfang bis zum Ende durch die Jahresversammlung.

Ersetzt wird der Solist gleich durch ein komplettes Trio. Künftig werden sich Werner Jakobs, Ulrich Reske und Peter Hamelmann das Vorsitzenden-Amt dritteln. Beisitzer sind: Günther Hill, Heinrich Arnskötter, Rita Martschinke und Hille Mayer. Werner Jakobs war stellvertretender Vorsitzender, Hamelmann Geschäftsführer und Reske hat als früherer Leiter der Grevener Lokalredaktion 35 Jahre KI-Leben miterlebt. Er formulierte auch gleich einen Auftrag an das neue Team: „Als wir mit der KI angefangen sind, saßen hier Leute in den 30ern.“ Die jetzt im Goldenen Stern saßen, seien überwiegend im Rentenalter. Das müsse sich ändern.

Der scheidende Vorsitzende konnte mitten im Krisenjahr auf eine erfolgreiche Saison 2019 zurückblicken. Gut besuchte Veranstaltungen und ein sagenhaft gut besuchtes Klassik-Open-Air versüßten die Bilanz, bei der unterm Strich ein Plus von 8900 Euro stand. Nach dem Minus von 20 000 Euro im Vorjahr ein Grund zum Aufatmen. „Das wirtschaftliche Ergebnis“, so Koling, „ist keine Selbstverständlichkeit.“ Es hänge von vielen Helfern ab – und von der Gunst der Sponsoren.

Was in nächster Zeit kommt, ist vielversprechend. Erst mal, so Peter Hamelmann, dürfte es zwei Storno-Auftritte geben. 2021 stehen Namen wie die 6-Zylinder, Andreas Kümmert, Heinz-Rudolf Kunze und die Bullemänner im Plan. Auch der Papst Biograf Andreas English ist anvisiert.

Werner Jakobs kündigte zudem die Wiederbelebung einer Tradition an: „Es wird ohne Werner Heiring keine Rote-Mühle-Party geben.“ Aber eine Tanzparty fürs gesetzte Publikum, die werde geplant. Jakobs: „Das ist auch immer finanziell interessant.“

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