Nacht der Jugendkultur im Innenhof der GBS
Rock und Rap im Regen

Greven -

Es regnete, das Konzert fand draußen statt und die Zuschauerzahl war sehr übersichtlich. Trotzdem war die Nacht der Jugendkultur für die Veranstalter ein schöner Erfolg.

Montag, 28.09.2020, 09:33 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 09:40 Uhr
Ergebnis des Bandworkshops: Ganz junge Rocker standen auf de Bühne.
Ergebnis des Bandworkshops: Ganz junge Rocker standen auf de Bühne. Foto: Pia Witthinrich

Stimmung im Innenhof der GBS. Ob Rock, Pop oder Rap, die Zuschauer, die trotz anhaltenden Regens kamen, waren am Samstagabend begeistert. „Mit dem Wetter haben wir einfach Pech, aber dafür waren trotzdem viele Zuschauer da“, sagt Georg Dodt aus dem städtischen Team der Jugendarbeit.

In diesem Jahr fand das landesweite Projekt „Nachtfrequenz 20“ erstmalig auch in Greven statt. Geplant und organisiert wurde der Tag gemeinsam von der Abenteuerkiste, der Musikschule, der Lebenshilfe und dem Jugendzentrum Karderie.

„Wir wollten aus vielem eins machen und etwas Schönes für die Jugendlichen erschaffen“, berichtet Sonja von Gostomski von der Musikschule.

Ab dem Vormittag konnten Jugendliche verschiedene Workshops besuchen. Zur Auswahl stand ein Draußen-Möbel-Projekt der Lebenshilfe. Hierbei wurden aus Paletten Sitzmöbel für draußen gebaut.

Die Musikschule bot zwei Bandworkshops in differenzierten Altersgruppen an. Diese wurden von Dozenten der Musikschule angeleitet. Der geplante Tanzworkshop der Abenteuerkiste fand aufgrund zu geringer Anmeldungen nicht statt. Insgesamt nahmen rund 25 Jugendliche an den Angeboten teil oder engagierten sich beim Getränkeverkauf oder der Organisation und dem Sicherheitskonzept rund ums Ballenlager.

Ab 18 Uhr starteten die Auftritte im Rahmen der Nacht der Jugendkultur NRW.

Den Auftakt machte die Band der Lebenshilfe mit diversen Songs. Darunter „An Tagen wie diesen“, gesungen von Johannes Seeberger. „Mir hat das richtig Spaß gemacht“, verriet der 21-Jährige voller Begeisterung nach dem Auftritt. Die Band der Lebenshilfe probt einmal wöchentlich. „Wir haben inzwischen ein Programm für zwei Stunden“, erzählt der Bandleader Helmut Hannen.

Marita Dirks-Kortemeyer aus dem Vorstand der Lebenshilfe fügte stolz hinzu, dass eine CD auch schon in Planung sei.

Die Bands, die sich am Tag durch Workshops zusammenfanden und fleißig probten, sorgten ebenfalls ordentlich für Stimmung. Die 11-jährige Carla Komischke, Sängerin der jüngeren Band, sang aus vollem Halse und begeisterte mit ihrer Band das Publikum.

Die zweite Band, begleitet von Thorsten Schwarz aus der Musikschule, mischte das Publikum nochmals richtig auf. Die vom Publikum geforderten Zugaben konnten aus zeitlichen Gründen leider nicht gespielt werden.

Abschließen durften den Abend die vier Rapper aus der Karderie. „Mir gefällt dieses Schnelle, der Beat, einfach alles“, schwärmt Efe Ziguslu (14) vor seinem bisher zweiten Auftritt und schreitet dann selbstbewusst auf die Bühne. Seinen ersten Auftritt hatte er vergangenes Wochenende bei der Nachtschicht.

Armin Gavrani rappte ebenfalls an dem Abend. Der Künstlername des 16-jährigen ist Yahlil. Er rappt von Kindheit an und stand mit 11 Jahren bereits zum ersten Mal in einem Studio. „Mir macht das einfach Spaß“, erzählt er.

Dennis Fisch (15) begleitete als DJ alle Rapper des Abends. „Mir gefällt das Zusammenmixen und das auf der Bühne stehen mit den Rappern am besten“, sagt Fisch.

„Es war sehr lebendig“, resümiert Georg Dodt begeistert den Tag und verrät: „Geplant ist schon ein nächstes gemeinsames Projekt „Offene Bühne“.

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