Heimatverein will im Wöstenpark Tafeln aufstellen
Infos über Familienbäume und die Rönne

Greven -

„Diese elf Bäume stehen für je ein Kinder der bekannten Metzgers-Familie“, erzählt Heimatvereinsvorsitzender Herbert Runde.

Freitag, 09.10.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 10:23 Uhr
Es gab mal die Idee, ihn Fromme-Park zu nennen, wegen der Bäume, die die gleichnamige Familie dort pflanzen ließ. Doch heute heißt er Wöstenpark.
Es gab mal die Idee, ihn Fromme-Park zu nennen, wegen der Bäume, die die gleichnamige Familie dort pflanzen ließ. Doch heute heißt er Wöstenpark. Foto: Oliver Hengst

Der Wöstenpark ist fertig – aber zur Abrundung fehlt noch etwas. Findet zumindest der Heimatverein. Der Vorstand des Vereins hat deshalb schon Gespräche geführt und sich grünes Licht geholt. Ergebnis: Schon bald werden zwei Info-Tafeln montiert. Eine soll über den besonderen Hintergrund der alten Eichen informieren, die im Park stehen. Eine andere Tafel soll Informationen über Wöste und Rönne bereitstellen.

Dass die mächtigen Bäume, die den Park wie an einer Perlenschnur aufgereiht durchziehen, dort stehen, hat einen ganz besonderen Grund. „Diese elf Bäume stehen für je ein Kind der Familie Fromme“, weiß Heimatvereinsvorsitzender Herbert Runde. Die Wurzeln dieser bekannten Metzgers-Familie lassen sich einige Jahrhunderte zurückverfolgen. Eines Tages beschlossen die Frommes, für jedes ihrer Kinder einen Baum zu pflanzen – vermutlich als Ausdruck der Dankbarkeit.

Dem Heimatverein liegt eine alte Fotografie der Fromme-Großeltern im Kreise etlicher Nachfahren vor. Diese Fotografie wird ergänzt um einige textliche Angaben zur Familienhistorie. Die Info-Tafel soll dann an einer Konstruktion aus alten Eichen-Bohlen montiert werden, für die Gestaltung konnte Ernie Huesmann gewonnen werden.

Eine weitere Tafel wird voraussichtlich am gegenüberliegenden Rand des Parks montiert, sie informiert über das Gebiet der Wöste und die mehrfach umgelegte Rönne, die das heutige Baugebiet durchfließt.

Für Grevener und speziell für Bewohner des neuen Viertels sind das allemal interessante Informationen. Deshalb hatte der Heimatverein ursprünglich geplant, aus der Enthüllung der Tafeln ein kleines Stadtteilfest zu machen, bei dem sich die Neubürger treffen, austauschen und über das Umfeld informieren können, welches nun ihr neues Zuhause ist. Grevener Vereine hätten das Fest nutzen können, um sich mit Infoständen zu präsentieren.

Doch, man ahnt es, Corona machte den Heimatfreunden einen Strich durch die Rechnung. Und so wird die Enthüllung in kleinem Rahmen erfolgen. Ein Termin steht noch nicht fest, es soll allerdings noch in diesem Jahr geschehen. Ein Stadtteilfest könnte gegebenenfalls nachgeholt werden.

Auch für andere Viertel der Stadt kann sich der Heimatverein solche Feste in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen gut vorstellen.

Die Finanzierung der Tafelen für den Wöstenpark ist übrigens gesichert: Der Heimatverein hat einen so genannten „Heimatscheck“ zur Verfügung – eine Förderung des Landes in Höhe von 2000 Euro. „Den wollen wir dafür nutzen“, sagt Runde. Zudem wolle man eine Spende für diesen Zweck einsetzen.

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