MINT-EC-Camp im Planetarium
Erfolgreiche Asteroidenjagd

Greven/münster -

Auch Teilnehmer des Augustinianums aus Greven nutzten ihre Chance, das große Faulkes Telescope South in Siding Spring/Australien über das Internet live steuern zu dürfen.

Donnerstag, 15.10.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 10:21 Uhr
MINT-EC-Camp „Kleinplaneten“ im Planetarium mit Paul Breitenstein (Mitte) und Dr. Tobias Jogler (rechts).
MINT-EC-Camp „Kleinplaneten“ im Planetarium mit Paul Breitenstein (Mitte) und Dr. Tobias Jogler (rechts).

Sechs Schülerinnen und vier Schüler von fünf MINT-EC-Schulen freuen sich mit Paul Breitenstein (Projektleiter) und Dr. Tobias Jogler (Astrophysiker) über ihre Beteiligung an der Entdeckung von vier bislang nicht bekannten „Erdnahen Objekten“ (NEOs). Dazu gehört der Asteroid 2020TX vom Typ „Amor“.

Auch Teilnehmer des Augustinianums aus Greven nutzten ihre Chance, das große Faulkes Telescope South in Siding Spring/Australien über das Internet live steuern zu dürfen.

Durch eine gute Planung der Sitzung konnten insgesamt vier von Robotersystemen erfasste, verdächtige Himmelsobjekte von ihnen als tatsächlich vorhandene Asteroiden bestätigt werden.

Beim Asteroid 2020TX waren insgesamt acht Bestätigungen von sechs internationalen Teams notwendig, bis die Entdeckung vom zuständigen Minor Planet Center beim Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambrigde/USA anerkannt wurde.

„Das Minor Planet Center veröffentlicht dann die Neuentdeckung durch einen elektronischen Rundbrief an alle interessierten wissenschaftlichen Einrichtungen. In diesem werden auch die Namen aller Mitglieder unseres Teams aufgeführt und die große Genauigkeit unserer Messwerte bestätigt“, erläutert Breitenstein.

Der Astrophysiker Dr. Tobias Jogler (Stellvertretender Leiter des Planetariums Münster) war vom Engagement der Jugendlichen sehr beeindruckt. Bei seiner Vorstellung des Berufsfeldes „Astrophysiker“ stieß er auf interessierte Zuhörer und musste viele detaillierte Fragen beantworten, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Mich hat die Größe des Universums beeindruckt, zum einen, weil es so vielfältig und groß ist, zum anderen, weil es noch so unentdeckt ist“, meint Teilnehmer Stefan.

„Ich fand es gut, dass wir eigene Forschungsbeiträge leisten und selbst NEOs zum Bestätigen heraussuchen konnten“, sagt Anna vom KvG in Hiltrup.

Das MINT-EC-Camp wurde laut Mitteilung als berufsorientierende Maßnahme im MINT-Bereich von der zdi (Zukunft durch Innovation NRW), dem Arbeitskreis Schule Wirtschaft NRW, dem Planetarium Münster sowie dem Faulkes-Telescope-Project in Cardiff/UK gefördert und von AiM (Astronomy and internet in Münster) durchgeführt.

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