Maria-Josef-Hospital nimmt an Forschungsprojekt teil
Daten durch die Brille

Greven -

Datenbrille sind in vielen Betrieben im Einsatz. Jetzt auch im Maria-Josef-Hospital. Der Blick durchs Datenglas steht im Rahmen eines Forschungsprojekts.

Samstag, 17.10.2020, 06:07 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 06:11 Uhr
Am Daten-Projekt beteiligt (v.l.n.r.) Anja Schmidt, Pflegefachleitung, Leonhard Decker, Pflegedirektor und Luzia Wortmann, Bereichsleitung sowie Matthias Apken, Pflegedirektor, Melanie Löwer, Bereichsleitung internistische Stationen und Simone König, Pflegefachleitung aus dem Maria-Josef-Hospital in Greven
Am Daten-Projekt beteiligt (v.l.n.r.) Anja Schmidt, Pflegefachleitung, Leonhard Decker, Pflegedirektor und Luzia Wortmann, Bereichsleitung sowie Matthias Apken, Pflegedirektor, Melanie Löwer, Bereichsleitung internistische Stationen und Simone König, Pflegefachleitung aus dem Maria-Josef-Hospital in Greven Foto: MJH

Das Maria-Josef-Hospital ist Forschungspartner im dreijährigen Forschungsprojekt „Partizipative Einführung von Datenbrillen in der Pflege im Krankenhaus (PARCURA)“.

Das Forschungsprojekt verfolgt den Ansatz, die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte im Nachtdienst über den Einsatz einer Datenbrille zu verbessern, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Mit dem Ziel, die Qualität der Arbeit in der Pflege zu verbessern und die Interaktionsarbeit zu erleichtern, sollen im Projekt PARCURA Funktionalitäten für Datenbrillen entwickelt werden, die auf die beschriebene Bedarfslage der Pflegekräfte zugeschnitten sind.

So soll die Zusammenarbeit der Krankenhausmitarbeitenden auf allen Ebenen unterstützt und etwa die Bereitstellung und Dokumentation von pflegerelevanten Informationen erleichtert werden.

Für Beschäftigte in der Krankenhauspflege gehören Personalmangel, Zeitdruck und große Arbeitsmengen zum Alltag. Auf kardiologischen Normalstationen kommen die kurze Verweildauer und eine infolgedessen hohe Fluk­tuationsrate der zu behandelnden Personen hinzu.

Die Versorgung vieler zunächst unbekannter Personen und von Erkrankten mit einem hohen Überwachungsbedarf ist mit einem entsprechend hohen Arbeitsaufwand verbunden, heißt es in der Pressemitteilung.

Speziell im Nachtdienst ist außerdem zu beachten, dass pflegerische und ärztliche Ansprechpersonen für die Pflegekräfte nur selten vor Ort sind. Um negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Qualität der Pflege­arbeit zu verhindern und die Bedingungen für gute Interaktionsarbeit zu verbessern, können Datenbrillen ein passendes technisches Hilfsmittel sein.

An dem Forschungsvorhaben arbeitet ein interdisziplinärer Verbund aus drei Forschungspartnern und drei Umsetzungspartnern, zu denen auch das St. Franziskus-Hospital in Münster zählt. Die Federführung des Projekts erfolgt über die TAT Technik Arbeit Transfer GmbH in Rheine, die die Projektidee entwickelt und eingereicht hat.

Weitere Informationen: https://www.maria-josef-hospital.de/wir-ueber-uns/gefoerderte-projekte.html

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