Martinsumzüge der GreTa und Pfarrgemeinde abgesagt
St. Martin steigt nicht aufs Pferd

Greven -

Kinder lieben St. Martin. Einerseits, weil er so gut teilen kann. Andererseits, weil er Stutenkerle mitbringt. Leider, jetzt fallen die Grevener Martinszüge aus. Aber es gibt Ersatz.

Dienstag, 27.10.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 10:35 Uhr
Tobias Busche mit einer Osterbox. Jetzt kommen die Martinstaschen.
Tobias Busche mit einer Osterbox. Jetzt kommen die Martinstaschen. Foto: Busche

Angeführt von St. Martin auf seinem Pferd, zieht der Umzug durch die Straßen. Hinter dem Bischof begeisterte Kinder, die stolz ihre Lampions in den Himmel halten – in diesem Jahr werden die Bilder aufgrund von Corona wohl etwas anders aussehen.

Obwohl die Martinsumzüge von der Stadt Greven – unter bestimmten Hygieneauflagen – erlaubt wurden, entschieden sich sowohl die katholische Pfarrgemeinde, wie auch die Grevener Tageseltern dazu, ihren Umzug in diesem Jahr abzusagen.

„Wir sind sonst über 200 Leute gewesen“, erzählt Petra Steltenkamp, vom Verein der Grevener Tageseltern. „Kinder, Familien und Großeltern waren dabei. Dieses Risiko wollten wir nicht eingehen.“

Im Voraus habe es bei den Grevener Tageseltern eine Abfrage gegeben, ob der Umzug stattfinden soll. Auch mit den Eltern wurde das besprochen. Am Ende sei es eine gemeinsame Entscheidung des Vereins gewesen: Der Martinsumzug der Grevener Tageseltern wird in diesem Jahr nicht stattfinden.

Bei der katholischen Pfarrgemeinde in Greven sieht die Planung etwas anders aus.

Zwar wurde der Umzug abgesagt, es gibt dafür aber eine kreative Alternative. Sogenannte „Martinstaschen“ hat sich die Pfarrgemeinde überlegt. „Darin gibt es zum Beispiel die Martinsgeschichte, Liedzettel, ein Bastel-Kit für Laternen und einen QR-Code mit Link zu verschiedenen Martinsliedern“, erklärt Pastoralreferent Tobias Busche.

Um eine Martinstasche zugeschickt zu bekommen, kann man sich einfach im Pfarrbüro melden. Dort werde eine Liste geführt, berichtet Busche. Anfang November treffe sich dann ein Sachausschuss, um die Taschen zu packen.

Am 15. November um 17 Uhr ist es dann soweit. Die Idee: Kinder und Familien laufen mit ihren Laternen alleine oder in kleinen Gruppen durch die Straßen.

Wer auf andere trifft, kann ein gemeinsames Foto von den Lampions machen und es an die Pfarrgemeinde senden. Diese werden später online gestellt.

„Wir freuen uns wenn innerhalb der Familien, oder auch mit wenigen Familien gemeinsam, kleinere Martinsumzüge stattfinden“, berichtet Tobias Busche.

Bis jetzt gebe es bereits um die 300 Anmeldungen, für eine „Martinsstasche“, erzählt der Pastoralreferent.

Bereits über Ostern, verteilte die Pfarrgemeinde, aufgrund des Lockdowns sogenannte „Osterboxen“. „Die wurde sehr gut angenommen“, sagt Tobias Busche. Daher überlegten sie sich, an Stelle des Martinsumzuges ein ähnliches Konzept.

 

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