Eine kleine Auszeit zwischen Literatur, Gesang und Gedichten
„Die Seele braucht Kultur wie die Luft zum Atmen“

Greven -

25 Teilnehmer waren erlaubt, Gabriele Bergschneider freue sich über jeden Einzelnen.

Dienstag, 27.10.2020, 10:30 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 10:36 Uhr
Kultur mit Maske – nur 25 Besucher waren bei „Bühne frei“ erlaubt.
Kultur mit Maske – nur 25 Besucher waren bei „Bühne frei“ erlaubt. Foto: Luca Pals

„Die Seele braucht Kultur. Der Körper braucht das wie die Luft zum Atmen.“ Wenn Gabriele Bergschneider über Literatur, Gedichte und Musik inmitten der Corona-Zeit spricht, liegt immer auch ein Hauch von Wehmut in der Luft. Umso schöner sei es, dass die Aktionen von „Bühne frei“ in der Kulturschmiede wieder einige Besucher anziehen können.

Auch wenn die Anzahl derer stets begrenzt ist, freue sie sich über jeden Einzelnen. Am Samstagmorgen waren 25 Teilnehmer erlaubt. Die Zahlen der Corona-Infizierten steigen, der nächste Termin von Bühne frei sei daher nicht ganz sicher. Dann am 21. November, ebenfalls in der Kulturschmiede.

Am Wochenende hatten die Verantwortlichen einen bunten Mix aus bekannten Künstlern unter dem Motto „Wenn die Tage herbstlich werden“ organisiert: Natalia Krukov aus Münster las bekannte Gedichte russischer Dichter vor, Bilder und kurze Filme untermalten die Stimmung und luden die Besucherinnen und Besucher auf eine Reise in die Tiefe Russlands ein.

Bergschneider lobte: „Die Gedichte entschleunigen. Bei solchen Auftritten kann man alles um sich herum ausschalten. Auch die Probleme, die wir in diesem Jahr haben, stehen dann erstmal außen vor.“

Genau das ist es wohl, was „Bühne frei“ bietet: Einen Raum außerhalb der Probleme – auch mit den Klängen des jungen Simon Martens am Klavier oder der Reckenfelderin Anneliese Sackmann, die ihr Publikum mit Gesang und an der Gitarre in ihren Bann zog.

Willi Karkoska stellte außerdem seinen neuen Krimi vor und das Duo Matthias Rohlmann und Maria Siebert traten gemeinsam als „Just for fun“ mit bekannten Popsongs an. Letztere waren auch im Sommer bereits dabei. Damals hatte „Bühne frei“ ihren ersten Auftritt in der Zeit der Corona-Pandemie – damals mit sicheren Abstand und im freien vor der Martinuskirche.

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