Rotbuche muss gefällt werden
Brand-Krustenpilz und Trockenheit bedeuten das Ende

Greven -

Die Rotbuche am Friedhof ist markant. Und marode. Am Wochenende knackte ein großer Ast ab. Was muss jetzt passieren?

Dienstag, 03.11.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 10:26 Uhr
An der Bruchstelle sind die schwarzen Flecken zu sehen – ein Anzeichen für einen Befall mit dem Brand-Krustenpilz.
An der Bruchstelle sind die schwarzen Flecken zu sehen – ein Anzeichen für einen Befall mit dem Brand-Krustenpilz. Foto: Peter Beckmann

Ursprünglich waren es mal zwei. Links und rechts vom Haupteingang waren die beiden Rotbuchen zur Eröffnung des Friedhofs an der Saerbecker Straße vor rund 120 Jahren gepflanzt worden. Der eine Baum ist schon länger Geschichte, die andere, das Bild des Haupteingangs prägende Rotbuche muss jetzt wohl auch gefällt werden.

Es war am frühen Sonntagmorgen, als sich ein großer Ast der Buche löste und auf den Gehweg krachte. Zum Glück war um diese Zeit niemand unterwegs. Die Feuerwehr hatte aber einiges zu tun, den riesigen Ast zu beseitigen. Deshalb musste am Sonntagmorgen von 5.30 bis 8 Uhr die Saerbecker Straße in Höhe des Haupteingangs gesperrt werden.

Friedhofsgärtner Henrik Schlott fragte sich natürlich, warum der Ast runter gekommen war. „So extrem windig war es ja nicht.“ Ein Foto von der Bruchstelle mit schwarzen Flecken und weitere Bilder vom Baum schickte er zu einem Baumgutachter. Und der überbrachte schnell die schlechte Nachricht. Der Baum ist nicht erhaltensfähig.“ Der Gutachter hatte den Befall mit dem Brand-Krustenpilz festgestellt, die Trockenheit in den vergangenen Jahren hat dem Baum dann wohl den Rest gegeben.

Demnächst existiert nur noch eine Rotbuche aus der Gründungszeit des Friedhofs am Hochkreuz. An Stelle des zu fällenden Baums wird aber wieder neu angepflanzt, versprach Schlott. Aber bis der so groß wird, wie sein Vorgänger, werden wohl noch ein paar Generationen Grevener warten müssen.

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