Beratungs- und Hilfsdienste
Auch im Lock-Down: Caritas bleibt dienstbereit

Samstag, 07.11.2020, 15:07 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 15:10 Uhr
Der Caritasverband hält die Fahne seiner Beratungs- und Unterstützungsdienste auch im Lockdown-Monat November hoch und investiert dafür Zeit und Geld in Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende und Besucher.   
Der Caritasverband hält die Fahne seiner Beratungs- und Unterstützungsdienste auch im Lockdown-Monat November hoch und investiert dafür Zeit und Geld in Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende und Besucher.    Foto: Caritas

Herausforderung

Er verhehlt dabei nicht, dass das Offenhalten der Angebote eine Herausforderung ist für die Mitarbeitenden in Einrichtungen, Diensten und Geschäftsstellen. „Wir tun alles, um eine gute Balance zu wahren zwischen der Einsatzbereitschaft und dem Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte der Fach- und Personal-Vorstand. Der Verband schlage dabei einen „vorsichtigen Kurs“ ein. Mittelfristig gehe man davon aus, dass es über den November hinaus stärkere Schutzmaßnahmen geben werde als noch im Sommer. „Darauf sind wir vorbereitet“, sagte Stelljes.

Konkret gelten aktuell in den Beratungs- und Geschäftsstellen strikte Regeln zum Abstandhalten, zu Desinfektion und Lüftung und zum Tragen von Mund-Nase-Masken für alle in den Räumen und Gebäuden. Darüber hinaus gibt es besonders für Gesprächssituationen transparente Spuckschutzwände. CO2-Messer als Lüftungsanzeiger sind bei Besprechungen bereits im Einsatz. Darüber hinaus werden zurzeit Raumluftfilter installiert.

Schichtsystem

Das Personal arbeitet in einem Schichtsystem, möglichst räumlich getrennt und verstärkte mit Telefon- und Videokonferenzen, um persönliche Kontakte und Ansteckungsrisiken so gering wie möglich zu halten. Um das, nötigenfalls auch länger, umsetzen zu können, investiert der Caritasverband in Umbauten.

Im Bereich der ambulanten Pflege sind die Mitarbeitenden grundsätzlich mit persönlicher Schutzausrüstung unterwegs. Das gelte auch ohne aktuelle Ansteckungsfälle als Vorsichtsmaßnahme für Personal und Patienten, erklärte Ansgar Kaul, Fachbereichsleiter der Hilfen für ältere und kranke Menschen.

Bei den ambulanten und stationären Hilfen für Menschen mit Behinderung hat man den Schutz des Personals durch den Einsatz von FFP2-Masken verstärkt und arbeitet mit den Klienten zusammen an möglichst optimalen Vorsichtsmaßnahmen. Ab der kommenden Woche sollen in diesem besonders sensiblen Bereich Antigen-Schnelltests die Sicherheit auch für Angehörige und Besucher zusätzlich erhöhen und wichtige persönliche Kontakte weiter ermöglichen. Auch hier ist das Ziel, die Balance zwischen Betreuung, Begleitung und Pflege einerseits und dem Schutz von Mitarbeitenden, Betreuten, Bewohnern und Angehörigen zu schaffen.

Mit den Erfahrungen und dem Wissen aus Frühjahr und Sommer habe sich der Caritasverband bestmöglich auf die absehbare Herausforderung in Herbst und Winter vorbereitet, erklärten Bernward Stelljes und Ansgar Kaul. Offen sei allerdings weiterhin die Frage, wie die Mehrkosten finanziert werden.

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