Emsbrücke Hembergen: Stahlträger installiert
Ziel: Freie Fahrt im Februar 2021

Greven/Emsdetten -

Die alte Emsbrücke hatte Berühmtheit durch ihre dübellose Stahlverbundbauweise erlangt. Sie war die erste Brücke in Europa, die in dieser Bauweise errichtet wurde.

Dienstag, 10.11.2020, 10:30 Uhr
Um die Träger mit einer Last von je 17 Tonnen anheben zu können, kam ein 500 Tonnen-Spezialkran zum Einsatz.
Um die Träger mit einer Last von je 17 Tonnen anheben zu können, kam ein 500 Tonnen-Spezialkran zum Einsatz. Foto: Stadt Emsdetten

Ein beeindruckendes Spektakel ereignete sich am vergangenen Freitag an der Ems in Hembergen. Nach längerer Fertigungszeit konnten endlich die drei Stahlträger auf die zukünftige Emsbrücke gesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Emsdetten.

Nicht ganz reibungslos war der Bau der Brücke in den vergangenen Monaten gelaufen. Aufgrund festgestellter Mängel im Fertigungsprozess der Stahlträger hatte sich der Auftragnehmer der Stadt Emsdetten von seinem bisherigen Nachunternehmer getrennt. Ein anderer Hersteller musste gefunden werden, der die Träger neu anfertigt. Obwohl die ausführende Firma das Bauprojekt mit höchstem Engagement anging, war es infolge dieser Problematik nicht mehr möglich, die Verzögerungen einzuholen.

Umso erfreulicher konnte am Freitag mit angesehen werden, wie zwei der drei Träger mit einer Last von je 17 Tonnen von einem 500 Tonnen-Spezialkran gleichzeitig gehoben und auf das Brückenbauwerk gesetzt wurden. Ihnen folgte ein dritter Träger. Dies bedeutet, dass die weiteren Arbeiten am Bauwerk nun fortgesetzt werden können. Da diese sehr stark witterungsabhängig sind, wird unter günstigen Bedingungen derzeit eine Fertigstellung der Emsbrücke im Februar 2021 erwartet.

Ursprünglich hatte die alte Emsbrücke Berühmtheit durch ihre dübellose Stahlverbundbauweise erlangt, die ihr im Juli 1960 zu einem achtseitigen Bericht im Fachjournal „Der Stahlbau“ verholfen hatte. Sie war die erste Brücke in Europa, die in dieser Bauweise errichtet wurde.

Dies genügte allerdings nicht, um die immer schwerer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge zu tragen, weshalb ein Abriss und Neubau nach rund 60 Jahren erforderlich wurde.

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