Corona
Kreis Steinfurt bereitet Impfzentrum am FMO vor

Kreis Steinfurt -

Die Steinfurter Kreisverwaltung will das für den gesamten Kreis zuständige Corona-Impfzentrum am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven einrichten. Das hat die Behörde am Donnerstag mitgeteilt. Die Einrichtung soll am Terminal A entstehen. [mit Video]

Donnerstag, 19.11.2020, 13:40 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 19:55 Uhr
Corona: Kreis Steinfurt bereitet Impfzentrum am FMO vor
Landesweit sollen 53 Impfzentren eingerichtet werden. Foto: Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)

Zusätzlich wird es Teams geben, die zu den Menschen fahren, die als Erste gegen das Coronavirus geimpft werden müssen, aber selbst nicht mobil genug sind, um zum FMO zu kommen, teilte die Corona-Stabsstelle des Kreises mit.  

Die Zentren, von denen nach dem Willen der Landesregierung jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt mindestens eines aufbauen soll, sollen nach Informationen unserer Zeitung bereits Mitte Dezember einsatzbereit sein. Die Landesregierung schließt damit offenbar nicht aus, dass noch in diesem Jahr ein einsetzbarer Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. 

Das Gesundheitsministerium erklärte dazu auf Nachfrage, derzeit „die notwendige Impfstrukturen zu organisieren“. Dabei spielten „Fragen zur Logistik, zu Abläufen und Impfszenarien“ eine Rolle. Alle Fragen seien maßgeblich „davon abhängig, wann welcher Impfstoff in welchen Mengen zur Verfügung steht“. Ziel sei es, „offene Frage zur Organisation der Impfstrukturen bis Weihnachten geklärt zu haben“, um diese bei einer perspektivischen Lieferung des Impfstoffes „scharf schalten zu können“.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Suche nach Standorten ist angelaufen

Aus einer Vorlage des NRW-Finanzministeriums geht hervor, dass landesweit 53 Impfzentren eingerichtet werden sollen. Die Kosten dafür betragen rund 100 Millionen Euro. Auf kommunaler Ebene laufen die Vorbereitungen dafür bereits auf Hochtouren. In Münster gibt es – wie berichtet – die Idee der Stadtverwaltung, ein Impfzentrum in der Halle Münsterland unterzubringen. Die Kreise Borken, Warendorf und Coesfeld suchen noch nach geeigneten Standorten.

Wie die Zentren betrieben werden, steht noch nicht endgültig fest. Eine Überlegung ist, dass die Kreise und Kommunen für die Infrastruktur zuständig sind während die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) für den medizinischen Teil, sprich die eigentlichen Impfungen, verantwortlich sein sollen. „Wir sind in Gesprächen“, sagte die Sprecherin der KV Westfalen-Lippe, Vanessa Pudlo, am Donnerstag auf Nachfrage.

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