Umgestaltung Ems-Querbauwerke „Schöneflieth“ und „Cramer“
550 000 Kubikmeter Boden bewegt

Greven -

Die gesamte Baumaßnahme erstreckt sich auf einer Länge von über 1,2 Kilometern und kostet rund drei Millionen Euro.

Montag, 30.11.2020, 11:15 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 09:46 Uhr
Aktuelle Luftaufnahme von den Ems-Querbauwerken „Schöneflieth“ und „Cramer“ in Greven.
Aktuelle Luftaufnahme von den Ems-Querbauwerken „Schöneflieth“ und „Cramer“ in Greven. Foto: Bezreg

Die Baumaßnahmen zur Umgestaltung der Ems- Querbauwerke „Schöneflieth“ und „Cramer“ in Greven gehen in die Endphase. In Kürze soll der Zulaufbereich des neuen Ems-Abschnitts geflutet werden.

Das ist die Voraussetzung dafür, damit am Donnerstag der Zwischendamm in Höhe des „Sohlabsturzes Cramer“ eingebracht und gleichzeitig der neue Ems-Verlauf im Unterlauf geöffnet werden kann.

Durch den bevorstehenden Anschluss des zweiten Raugerinne-Beckenpasses wird der durch die Querbauwerke „Schöneflieth“ und „Cramer“ entstandene Höhenunterschied von über 2,20 Meter über insgesamt 23 Riegel mit einer Wasserspiegeldifferenz von zehn Zentimetern überwunden. Dann sollen Fische und im Wasser lebende Kleintiere wieder ungehindert in der Ems wandern können.

Im Abschnitt zwischen der Aldruper Straße und Einmündung der Münsterschen Aa wurden in den vergangenen Monaten in der Emsaue viele Kubikmeter Boden bewegt, um parallel zur Ems auf einer Länge von 450 Metern einen neuen Flusslauf, bestehend aus 15 Becken und 16 Riegeln, zu schaffen. Die Arbeiten am sogenannten Raugerinne-Beckenpass sind nun abgeschlossen, sodass der neue Emslauf angeschlossen werden kann.

Der erste Ems-Durchstich war im Juli im östlichen Baufeld erfolgt – oberhalb „Schöneflieth“ in Höhe des Freibades. Die Bauarbeiten sind inzwischen komplett abgeschlossen, sodass jetzt die Inbetriebnahme des neugestalteten Emslaufs im westlichen Baufeld ansteht.

Die gesamte Baumaßnahme erstreckt sich auf einer Länge von über 1,2 Kilometern und kostet rund drei Millionen Euro. Insgesamt werden rund 550 000 Kubikmeter Boden bewegt. Die Umgestaltung dauert voraussichtlich bis März 2021. Das Projekt setzt als Teil des Ems-Auen-Schutzkonzeptes die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie um.

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