Engagierte bauen Krippenlandschaft im Ortskern Gimbte auf
Ein Zeichen des Zusammenhalts

Gimbte -

Am Samstag wurde die Krippe mit einem Gabelstapler zu ihrem Bestimmungsort transportiert und abgesetzt.

Donnerstag, 03.12.2020, 10:25 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 10:30 Uhr
Seit dem vergangenen Wochenende schmückt die Krippe den Dorfplatz, abends ist sie beleuchtet.
Seit dem vergangenen Wochenende schmückt die Krippe den Dorfplatz, abends ist sie beleuchtet. Foto: Oliver Hengst

Auf ihren Weihnachtsmarkt „Sternenzauber“ mussten die Gimbter am vergangenen Wochenende verzichten, dafür haben sie seit Samstag eine andere weihnachtliche Attraktion im Dorf: eine Krippenlandschaft mitten im Ortskern.

Eine Gruppe von engagierten Menschen aus dem Dorf hat sich die Aktion überlegt und tatkräftig in die Tat umgesetzt. Sie soll gerade in Zeiten, in denen coronabedingt so vieles ausfallen muss, ein Zeichen setzen.

Es ist eine Aktion nach klassischer Gimbter Art: aus dem und fürs Dorf, ohne großes Aufhebens darum zu machen. Daher wollen die Aktiven auch ungenannt bleiben. Für sie ist die Krippe „ein Zeichen der Gemeinsamkeit und des Zusammenhaltes in unserem schönen Dorf“.

Einer, der dabei war, berichtet von sechs bis sieben kompletten Arbeitstagen, die in das Projekt flossen. „Da hat uns Corona natürlich auch ein bisschen geholfen“, sagt der Mann. Denn pandemiebedingt hatten einige Mitstreiter zum Teil mehr Zeit zur Verfügung als ihnen lieb war.

Am Samstag wurde die Krippe aufgebaut. Wobei: aufgebaut war sie eigentlich schon. Sie ist mit einem Gabelstapler quasi „am Stück“ zu ihrem Bestimmungsort transportiert und abgesetzt worden, um in Pandemiezeiten einen großen Menschenauflauf und langes Montieren vor Ort zu vermeiden.

Die Gimbter sind nun eingeladen, der Krippe einen Besuch abzustatten, ein bisschen zu verweilen, innezuhalten und die besinnliche Ruhe zu genießen. Wer mag, darf natürlich einen heißen Glühwein oder Kakao mitbringen und ihn unter dem ebenfalls auf dem Dorfplatz platzierten Adventskranz genießen. Dabei sollten jedoch alle auf die geltenden Coronaregeln achten. „Wir wollen da keinen Hot-Spot schaffen“, sagt ein Mit-Erbauer. Abstand halten versteht sich von selbst, und natürlich gelten auch rund um die Krippe die Kontaktregeln zur Höchstzahl an erlaubten Personen und Haushalte. Die aktuelle Situation schränkt natürlich etwas ein. „Aber es ist besser als nichts“, sagt einer der Engagierten.

Auf einer Text-Tafel erläuterten die Aktiven ihr Ansinnen und erklären, was es mit der Spardose auf sich hat. Das ambitionierte Projekt sei vorfinanziert, „und das ist auch in Ordnung so“. Wer sich jedoch eingeladen fühle, die Gemeinschaftsaktion durch die Spende eines Beitrages zur Deckung der Materialkosten zu unterstützen, der kann dafür eben jene Spardose nutzen, die täglich geleert wird. Täglich wird auch das Umfeld der Krippe gereinigt. Den Aktiven ist wichtig, dass rund um den besinnlichen Ort Ordnung herrscht.

In der letzten Adventswoche wollen die Männer im Übrigen noch einen „nackten“ Weihnachtsbaum aufstellen. Diesen können dann Gimbter Familien mit Weihnachtsschmuck ausstatten – auch dies ein Angebot, trotz Pandemie einen Moment der Gemeinschaft zu erleben. Die Krippenlandschaft soll voraussichtlich bis zum Dreikönigsfest stehen bleiben.

Wer ein (Familien-)Selfie vor der Krippe macht und es bei Gimbte Digital veröffentlichen lassen möchte, sendet das Foto per Mail an redaktion.gimbte@gmail.com oder per WhatsApp an 0175/649 70 68.

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