Männerchor Liedertafel lässt sich das Singen nicht verbieten (zumindest nicht für immer)
Absagen – der rote Faden des Jahres

Reckenfeld -

Trotz der vielen Dinge, die die Sänger zur Zeit nicht dürfen, haben sie ihren Spaß an der Freunde nicht verloren.

Freitag, 04.12.2020, 11:30 Uhr
Das waren noch Zeiten: Beim
Das waren noch Zeiten: Beim Foto: Privat

In einem persönlichen Brief informierte in diesen Tagen der Vorstand des Männerchor Liedertafel Reckenfeld seine Sänger, Familien, ehemaligen Sänger, Freunde und Unterstützer über die Situation des Chores. In dem Schreiben blickte man zurück auf den freudigen Start ins neue Jahr. Sollte doch im März das im Vorjahr ausgefallene Konzert nachgeholt werden . . .

Doch auch dem Männerchor machte das Corona-Virus einen dicken Strich durch die Rechnung. Wie ein roter Faden zogen sich die Absagen durch das Vereinsleben. Das Schützenfest musste abgesagt werden, das Singen auf dem Marktplatz mit dem evangelischen Kinderchor beim Maibaum-Aufstellen wurde gestrichen. Eine geplante Fahrt zu den Kölner Lichtern am Rhein entfiel. Auch das beliebte Chorfestival am Beach fiel der Pandemie zum Opfer.

Offenbar frönen die Sänger einem der gefährlichsten Hobbys der Welt: dem Singen. Wer hätte das gedacht?

Immerhin traf sich der Chor im Sommer zur Radtour, auch um dem amtierenden Schützenkönig Thomas Waldner die Ehre zu erweisen. Unter Einhaltung aller Regeln trafen sich anschließend aktive und ehemalige Sänger mit ihren Angehörigen im Deutschen Haus.

Anfang August haben der Vorstand, der Chorleiter Michael Niepel und der Festwirt Michael Hillmann ein Konzept erarbeitet, nachdem unter Einhaltung aller Vorgaben ein Probenbetrieb möglich sein sollte. Fortan saßen die Sänger in Halbkreisen mit großem Abstand im großen Saal des Deutschen Hauses und probten bis jetzt zwei neue Lieder ein. Verständlicherweise nahmen nicht alle Sänger an den Proben teil, sind doch einige der Risikogruppe zuzurechnen. Man wollte nichts riskieren. Das Motto: Proben, Lüften, Proben, Lüften und natürlich den Saal räumen. Das entwickelte sich für die Sänger zum natürlichen Ritual. Und es funktionierte bis zum nächsten Lockdown.

Dieser führte nun zu der Entscheidung, die Proben bis Jahresende komplett auszusetzen. Auch Veranstaltungen wie die Familienfeier, das Singen am Mahnmal zum Volkstrauertag, das Weihnachtssingen in der Kirche anlässlich des Weihnachtsmarktes und das Singen in den Seniorenheimen fallen aus.

Trotz der vielen Dinge, die die Sänger zur Zeit nicht dürfen, haben sie ihren Spaß an der Freude nicht verloren. Sie stehen in ständigem (virtuellen) Kontakt miteinander, tauschen sich aus und machen ihre Späße über die Unwägbarkeiten des Lebens. „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten (zumindest nicht für immer) – das ist das Motto der Zeit.

Mit den Wünschen, dass alle auf sich aufpassen und gesund bleiben mögen, und der Bitte, dass alle dem Chor gewogen bleiben mögen, endete der Brief.

Sobald wie möglich und zulässig möchte der Chor wieder durchstarten und seine Anhänger mit schönem Chorgesang erfreuen. Der Vorstand bedankte sich auch für die zuverlässige Unterstützung, ohne die es dem Chor sehr viel schwerer fallen würde, diese Zeiten zu durchstehen.

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