Barrierefreier Ausbau des Haltepunktes Reckenfeld
„Den Hut hat die Bahn auf“

Reckenfeld -

Will die Bahn zugesagte Fördermittel für den Ausbau des Reckenfelder Bahnhofes nutzen, muss das Projekt spätestens in acht Jahren abgeschlossen sein. Die Stadt will den Prozess kritisch begleiten.

Mittwoch, 10.02.2021, 09:06 Uhr
Will die Bahn zugesagte Fördermittel in Anspruch nehmen, muss der Ausbau binnen acht Jahren abgeschlossen sein.
Will die Bahn zugesagte Fördermittel in Anspruch nehmen, muss der Ausbau binnen acht Jahren abgeschlossen sein. Foto: Piere Kohl

Es bleibt dabei: Der Ball in Sachen Bahnhofsausbau liegt bei der Deutschen Bahn. Sie entscheidet darüber, wann und wie der Haltepunkt Reckenfeld ausgebaut wird. Aber bei der Frage, wie lange die Bahn Zeit hat, um den barrierefreien Ausbau hinzubekommen, hat sich eine nicht unerhebliche Änderung ergeben. „Die Laufzeit beträgt acht Jahre und nicht wie ursprünglich vorgesehen fünf Jahre“, informierte Bürgermeister Dietrich Aden die Mitglieder und Gäste des Reckenfelder Bezirksausschusses. Heißt: Will die Bahn die Fördergelder aus dem „1000-Bahnhöfe-Programm“ in Anspruch nehmen, muss der Umbau innerhalb dieser acht Jahre abgeschlossen sein. Kurz vor Weihnachten war bekannt geworden, dass Bund und Land NRW für Reckenfeld aus diesem Topf rund 3,7 Millionen Euro bereitstellen.

Die Stadt war bereits in Vorleistung gegangen und hatte die Erarbeitung eines Entwurfes in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser Vorarbeit liegen der Bahn auch vor. Aber: „Die Bahn macht ihr eigenes Ding“, verdeutlichte Meike Bücker-Gittel, Leiterin der Technischen Betriebe Greven, auf eine entsprechende Nachfrage von Ausschussmitglied Andreas Hajek (CDU). „Wir haben keinen Einfluss auf die zeitliche Schiene und aktuell auch wenig Möglichkeiten, das zu beschleunigen.“

Was laut Aden natürlich nicht bedeute, dass man nichts unternehme. „Wir als Stadt müssen kritisch schauen, ob es läuft.“ Alle Beteiligten hätten lange genug darauf gewartet, dass der Bahnhof fit fürs 21. Jahrhundert gemacht werden könne. „Das lassen wir uns jetzt nicht nehmen, indem wir acht Jahre lang nicht nachfragen“, verdeutlichte der Bürgermeister. Man wolle und werde den nun anstehenden Prozess aufmerksam begleiten, „den Hut hat aber die Bahn auf“, so Aden.

Bund und Land NRW stellen im Rahmen des Förderprogramms insgesamt knapp 50 Millionen Euro für die Erneuerung von 14 Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Der Bahnhof Reckenfeld ist einer davon. Die 3,674 Millionen Euro sind vor allem dafür vorgesehen, Barrierefreiheit herzustellen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

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