Viktor Görlitz führt seinen Fliesenlege-Betrieb seit mehr als 15 Jahren
Großformate liegen im Trend

Greven -

Neben den Klassikern wie Bad, Gäste-WC und Küchen kommen Fliesen heute in fast jedem Raum zum Einsatz.

Mittwoch, 24.02.2021, 11:00 Uhr
Victor Görlitz liebt Fliesen aus Italien: „Dort hat man ein Gespür für Design.“
Victor Görlitz liebt Fliesen aus Italien: „Dort hat man ein Gespür für Design.“ Foto: Pia Weinekötter

Die größte Fliese, die Viktor Görlitz je bei einem Kunden eingebaut hat, war 1,50 Meter mal 2,60 Meter groß: „Die ganze Wand war eine Fliese.“ Das stellte den Inhaber von Fliesen Görlitz natürlich vor besondere Herausforderungen. „Nicht der Einbau war das Problem, sondern die Logistik: um eine so große Platte innerhalb des Hauses an den richtigen Ort zu bekommen, mussten wir bereits im Vorfeld alle Zugänge überprüfen und den optimalen Transportweg finden.“

Zum Glück ist nicht jeder Auftrag mit einem solchen Abenteuer verbunden, wenn Wand- oder Bodenfliesen verlegt werden. Neben den Klassikern wie Bad, Gäste-WC und Küchen kommen Fliesen heute in fast jedem Raum zum Einsatz zählt Görlitz auf: „Wohnzimmer, Treppenhaus, Flur, Keller, Schlaf- oder Kinderzimmer oder auch das in Home-Office-Zeiten immer wichtiger werdende Arbeitszimmer im Innenbereich und Terrassen, Balkone, Garagen oder Wintergärten im Außenbereich.“

Der Unternehmer wird hauptsächlich für Privatkunden und weniger für Bauträger tätig. Und dann meistens im Sanierungsbereich, denn: „Beim Neubau müssen sich die Häuslebauer mit vielen Gewerken gleichzeitig beschäftigen und das Budget ist oft knapp – bei einer Sanierung hingegen kann sich der Kunde auf dieses eine Projekt konzentrieren, dass er dann auch perfekt hinsichtlich Design und Qualität gestaltet haben möchte.“

Zudem gibt es beispielsweise unter bestimmten Voraussetzungen für den seniorengerechten Umbau von Bädern Förderungsmöglichkeiten. Bei diesen Aufträgen arbeitet Görlitz oft mit den anderen Handwerksbetrieben wie zum Beispiel Installateuren oder Malern zusammen, koordiniert die Abläufe und bietet seinem Kunden alles aus einer Hand an.

Gerne setzt Görlitz bei seinen Fliesen-Planungen auch farbige Akzente ein: „Leider liegt der Trend oftmals immer noch bei weißen Wänden und dunklem Boden.“

Dabei gibt es so viele Alternativen – der Fliesen-Fachmann gerät ins Schwärmen: „Die schönsten Fliesen kommen aus Italien, dort hat man einfach ein besonderes Gespür für Design.“ So arbeitet er auch nicht nur eng mit fünf regionalen Großhändlern zusammen, sondern bezieht einen Teil seiner Fliesen auch direkt aus Italien.

Deshalb legt der 42-Jährige in der über 200 Quadratmeter großen Ausstellung an der Emsdettener Straße 26 auf individuelle Kundenberatung besonders viel Wert.

Dabei wird er von seiner Frau Natalia sowie sieben festangestellten Mitarbeitern und einem Auszubildenden unterstützt. Seinen eigenen Betrieb hat der aus Kasachstan stammende Fliesenleger und kaufmännische Fachwirt, der vor mehr als 20 Jahren in Greven heimisch geworden ist, 2005 ziemlich zügig und zielstrebig nach seiner Ausbildung bei Platten Peter gegründet.

„Ganz klassisch erst aus der eigenen Garage heraus, dann kamen schnell die zweite und die dritte Garage hinzu, aber es war immer alles voll.“ Deshalb war der Umzug Anfang 2013 in das ehemalige Schlecker-Ladenlokal ein wahrer Glücksgriff für den zweifachen Vater: Endlich Platz für eine Ausstellung sowie für das Lager und die sechs Fahrzeuge. Doch nicht nur die Fliesen werden größer, sondern auch das Unternehmen von Viktor Görlitz wächst kontinuierlich weiter: „Momentan sind wir auf der Suche nach einem Standort mit größerer Lagerfläche und besserer Anliefermöglichkeiten, um unser Unternehmen weiter zu optimieren.“

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