Friseur-Salons öffnen
Der Montag wird haarig. . .

Greven -

Montag ist der der Tag. Dann sind die Haare an der Reihe. Grevens Friseure freuen sich.

Freitag, 26.02.2021, 14:34 Uhr aktualisiert: 28.02.2021, 16:24 Uhr
Schere und Rasierer parat stehen die Friseure am Montag. Da dürfen die Salons unter Auflagen wieder öffnen
Schere und Rasierer parat stehen die Friseure am Montag. Da dürfen die Salons unter Auflagen wieder öffnen Foto: Felix Hörhager/dpa

Die Menschheit kennt viele Probleme. Ganz akut ist es die Corona-Pandemie, aber auch die Klima-Erwärmung und die damit einhergehenden Probleme wie das Waldsterben stehen ganz oben auf der Liste. Aber: Für den einen oder anderen gibt es noch weit schlimmeres. Die Haare liegen nicht mehr. Doch den Wuschelköpfen der Nation kann geholfen werden. Am Montag ist der Tag der langen Messer, besser gesagt der Tag der scharfen Scheren. Denn ab Montag dürfen die Friseure wieder das tun, was sie am besten können: Harre schneiden.

120 Anrufe am Tag

Doch im Vorfeld mussten sich viele Friseure als Call-Center-Mitarbeiter bewähren. „Seit dem Tag, an dem das konkrete Datum für die Wiedereröffnung der Friseursalons feststand, stand das Telefon nicht mehr still“, erklärt Stephanie Kolmsee, Inhaberin des Salons „Top Hair“ an der Martinistraße. „Wir hatten täglich 120 Anrufe und mehr, jede Menge E-Mails und es klingelte ununterbrochen an der Tür.“ Ergebnis: Bis in den April hinein sind die Termine auf dem heißen Stuhl vergeben. Und das trotz verlängerter Öffnungszeiten und sogar der Streichung des heiligen Friseur-Montags.

Aber woher kommen die vielen Friseure? „Wir müssen laut Corona-Verordnung größere Abstände einhalten und dürfen deshalb nicht mit allen Mitarbeitern gleichzeitig arbeiten“, erklärt Kolmsee. Deshalb werde in Schichten gearbeitet.

Männer und Frauen gleich

Erstaunlich: Sowohl Frauen als auch Männer sind heiß auf die Termine. „Nach den Erfahrungen aus dem ersten Lockdown wollen die Männer ihre Frauen nicht mehr an die Haare lassen“, erklärt Corina Winter vom Salon Frank Overberg an der Emsdettener Straße und kann sich ein Lachen kaum verkneifen. Auch bei Overberg sind die Termine bis Ende März vergeben. „Auch bei uns hat das Telefon nicht stillgestanden, außerdem haben wir die Termine für die Stammkunden immer wieder neu abgesprochen.“

Auch hier wird auf den freien Montag verzichtet. „Wir freuen uns alle auf die Arbeit und werden sicherlich auch Überstunden machen, damit unsere Kunden schnell bedient werden können“, sagt Winter. Der Salon Overberg habe den Vorteil, über weitläufige Räumlichkeiten zu verfügen. „Da können wir die Abstandsregeln gut einhalten.“

Qualität bleibt

Auch im Salon Thomas Bokel ist das Terminbuch bestens gefüllt. „Wir haben zu dritt die Anrufe entgegen genommen und unsere Stammkunden zur Terminabstimmung angerufen“, erzählt Bokel. Doch trotz des Ansturms werde er und auch seine Mitarbeiter ganz viel Wert auf Qualität legen. „Wir werden die Kunden genau so gut versorgen wie vor dem Lockdown“, so sein Versprechen. Er werde sicherlich den Salon auch abends länger geöffnet haben. „Aber das hat auch seine Grenzen. Um Qualität abliefern zu können, muss man ja auch noch Lust an der Arbeit haben.

Bei ihm, wie auch bei allen anderen 15 Friseur-Salons in Greven, gilt natürlich: „Es werden aus unterschiedlichen Gründen auch immer wieder Termine abgesagt. Es lohnt sich also auch mal, zwischendurch zu versuchen, einen Termin zu bekommen.“

Gespannt dürfen die Friseure auf die aktuelle Haarpracht der Kunden sein. Da wird sicherlich die ein oder andere haarige Katastrophe zu reparieren sein. . .

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