Langeweile-Killer: Das Spiel „Okey“ oder auch „Rummikub“
Strategie und ganz viel tüfteln

Greven -

Rummikub. Für Peter Beckmann ist das eine Sucht. Die außerdem gegen die Langeweile bei Corona hilft.

Sonntag, 04.04.2021, 10:00 Uhr
In der türkischen Variante sind die Ständer, auf denen die Plättchen aufgebaut werden, aus Holz. Die Plastik-Variante ist leichter und daher auch urlaub-kompatibel.
In der türkischen Variante sind die Ständer, auf denen die Plättchen aufgebaut werden, aus Holz. Die Plastik-Variante ist leichter und daher auch urlaub-kompatibel. Foto: Peter Beckmann

Zum ersten Mal gespielt haben wir das Spiel in der Türkei. Dort heißt es „Okey“, hier in Deutschland läuft es unter dem Namen „Rummikub“. Es ist ein Spiel aus der Rommé-Familie und kann zu zweit, zu dritt oder zu viert gespielt werden.

Damals in der Türkei machten meine Frau und ich eine harte Schule mit. In der Nähe von Istanbul verbrachten wir zwei Wochen Urlaub in einer Wohnung eines türkischen Freundes und wurden von seiner zum Teil dort lebenden Familie quasi adoptiert. Wir erlebten eine unglaubliche Gastfreundschaft, die nur eine Grenze kannte. Und das war das Okey-Spiel.

Das spielten unsere Freunde mit einer unglaublichen Leidenschaft und mit einem Können, dass es uns nur staunen ließ. Wir hatten in den ganzen zwei Wochen nicht die geringste Chance auch nur annähernd am Sieg zu schnuppern. Obwohl uns da auch mal geholfen wurde. Da stand der Experte hinter einem, bewahrten einem vor Dummheiten und zeigte in einer atemberaubenden Geschwindigkeit die richtige Lösung. So oder so: Es hat richtig viel Spaß gemacht.

Worum es bei dem Spiel geht? Ganz einfach. Jeder bekommt zehn Plättchen, die mit farbigen Nummern versehen sind. Hat man drei gleichfarbige Zahlen in Reihe oder drei verschiedenfarbige gleiche Zahlen, kann man die auslegen. Und natürlich kann man, so es denn passt, auch an bereits von den Mitspielern ausgelegten Reihen anlegen. Ziel ist es alle Plättchen loszuwerden.

Meine Frau und ich spielen das Spiel immer ohne Joker, es gibt aber auch die Variante mit zwei Jokern, die man quasi an Stelle jeder beliebigen Zahl auslegen kann.

Der Reiz des Spiels liegt in den unendlichen Möglichkeiten und dem tüfteln, um die Steine loszuwerden.

Na ja, und nicht zuletzt kann man sich wundervoll die Taschen volllügen, darüber, wie schlecht die eigenen Steine sind und über die Unmöglichkeit zu gewinnen. Hat ein bisschen was von Lügen und Betrügen. Das Spiel macht zu zweit genau so viel Spaß wie mit drei oder vier Personen. Und: Okay hat Sucht-Charakter . . .

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