Heidi Krumbeck malt seit über drei Jahrzehnten
Ländliche Idylle auf Eiern

Gimbte -

Der Wohnzimmertisch voller Eierpappen. Davor eine bunte Auswahl von Wasserfarbentöpfen. Vor Ostern ist Heidi Krumbecks kreativste Zeit. Dann bemalt die 70-jährige Ostereier.

Donnerstag, 01.04.2021, 15:14 Uhr aktualisiert: 05.04.2021, 16:17 Uhr
Ein Tisch voller Ostereier – Heidi Krumbeck bemalt schon seit über 30 Jahren Eierschalen.
Ein Tisch voller Ostereier – Heidi Krumbeck bemalt schon seit über 30 Jahren Eierschalen. Foto: Krumbeck

Passend zu ihrem Heimatdorf Gimbte: „Am liebsten klassische ländliche Motive.“

Sie macht das schon „so 35 Jahre, vielleicht noch länger“. Auf vielen Ausstellungen hat sie ihre kleinen, ovalen Kunststücke gezeigt und verkauft. Aber damit war es in diesem Jahr nichts. Eier ausgeblasen, Ausstellung abgeblasen. Alles wegen . . . „Ach“, sagt Heidi Krumbeck, „das Wort sollte bitte nicht vorkommen.“

Kinder auf Rollern

Sie hat trotz der Lage, über die sie nicht gerne spricht, weiter gemalt. Fachwerkbauernhäuser, Kinder auf Rollern, Frauen an der Wäscheleine, Bauern auf dem Trecker. Landidyll von früher, mit feinen Strichen aufgetragen. Von manchen Motiven gibt es ganze Serien.

„Ostern war schon immer mein liebstes Fest“, sagt Heidi Krumbeck, „ich denke da an die Kindheit zurück.“ An damals, als sie und ihre Schwestern Osternester aus Heu vors Haus gebaut haben. Wenn die Mädels brav waren, war morgens auch was drin. „Manchmal“, erinnert sich Krumbeck, „leider aber auch nicht.“

Der Nachbar übrigens war fortschrittlicher, der baute Osternester aus Steinen mit einer Ziegelpfanne obendrauf: „Das war toll.“

Ländliche Motive

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  • Ostereier von Heidi Krumbeck

    Foto: Krumbeck
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  • Heide Krumbeck bemalt Ostereier

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    Foto: Krumbeck
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Heidi Krumbeck, geborene Graf, hat immer schon in Gimbte gelebt. Von Beruf war sie Textillaborantin. „Da musste man 100-prozentig aufpassen“, sagt sie, „das prägt. Alles, was man anpackt, muss vernünftig sein.“

Früher sang Krumbeck im Gimbter Kirchenchor. Ostern, erinnert sie sich, wurde da schon morgens um fünf Uhr in der Kirche gesungen: „Das war die Ucht. Als ich danach nach Hause kam, habe ich meinen Eltern ein Präsent-Ei geschenkt.“ Das sind Momente, an die sie sich erinnern kann. Das Ei war aus gefüllter Schokolade. Sehr süß.

Exotische Motive

Irgendwann hat sie angefangen, Ostereier zu bemalen. „Da hatte ich erst mal so exotische Motive – wie Lotusblüten.“ Aber die passten nicht so gut in die Gegend.

Was sie dann malte, war das ländliche Leben, „so wie es einmal war“. Misthaufen vor der Tür, Hühner und Tauben, die gefüttert werden, Mädchen mit Schürze, die im Garten spielen, Pärchen unterm Regenbogen.

„Da fällt mir immer mehr zu ein“, sagt die Hobbymalerin, „das hört gar nicht auf.“

Ihre Eierausblasmaschine pumpt Luft in die Eier und presst Rührei heraus. „Aber so viel ist das nicht“, sagt sie, „das lief ja über Jahre.“

Manche Eier hat sie verkauft, die anderen stellt sie in eine Vitrine. „Das sind ja kleine Landschaften, die man sich das ganze Jahr über ansehen kann.“

Malkurse gegeben

Heidi Krumbeck hat sich das Malen selbst beigebracht. „Aber ich habe schon Ostereier-Malkurse gegeben“, sagt sie.

Die kreative Ader hat sie von ihrer Oma geerbt: „Die hat die schönsten Paillettenkleidern gestickt.“

Sie hat auf Leinwände gemalt, Scherenschnitte ausgeschnitten. Aber die Eier haben für sie etwas besonderes: Die Bilder haben eine Vorderseite und eine Rückseite. Da wirken die Motive besonders plastisch: „Das macht sich besser auf Eiern, als wenn man es auf Bildern macht.“

Rund um Ostern wird bei Heidi Krumbeck gemalt. Gleich wird sie auch mit ihren Enkelkindern malen, sagt sie im Gespräch, „im Moment per Facetime.“

Die bemalten Eier liegen noch ein paar Tage im Zimmer: „Das kommt nach Ostern wieder weg.“

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