Blasorchester Gimbte
Not-Unterstand in der Garage

Greven/Gimbte -

Gimbtes Blasorchester ist heimatlos geworden. Trotzdem spielt man Fensterkonzerte.

Sonntag, 04.04.2021, 08:00 Uhr
Das Blasorchester Gimbte gab am Samstagnachmittag den Einwohnern des CMS-Stifts ein Mini-Konzert.
Das Blasorchester Gimbte gab am Samstagnachmittag den Einwohnern des CMS-Stifts ein Mini-Konzert. Foto: Asche

Lange Zeit konnten Bewohner von Altenheimen und Patienten in den Krankenhäusern aufgrund der strengen Coronavorschriften keinen Besuch empfangen und drohten zu „vereinsamen“. Das hat der Gesetzgeber erkannt und nun sogenannte „Fensterkonzerte“ zugelassen. Dies nahm das Blasorchester Gimbte gerne auf und gab am Samstagnachmittag unter Einhaltung der Coronavorschriften den Einwohnern des CMS-Stifts ein Mini-Konzert.

Für die Musiker war es eine willkommene Gelegenheit, nach langen Monaten die Instrumente zu entstauben und die an den Fenstern stehenden Einwohner dankten es ihnen mit strahlenden Gesichtern.

Schade nur, dass die Musiker nicht absehen können, wie es weitergehen soll. Nachdem das Orchester die jetzigen Proberäume im Jugendheim nach über 60 Jahren Nutzung sehr kurzfristig – innerhalb von neun Tagen – räumen musste, steht das Orchester jetzt erstmal auf der Straße. Leider wurde auch hier von der Stadt Greven versäumt, mit den Beteiligten zu sprechen um im Vorfeld eine Lösung für Ausweichräumlichkeiten zu finden, heißt es in der Pressemitteilung des Blasorchesters.

Auf Nachfragen bei der zuständigen Stelle wurde gesagt, dass man nicht helfen könne und man sich selber um Räume für das reichliche Inventar bemühen müsse.

Dank Werner Gerdemann, der vorübergehend seine Garagen für das umfangreiche Equipment des Orchesters zur Verfügung stellt, muss zunächst einmal nichts im Regen stehen – aber wo dies dauerhaft untergebracht werden soll und wo geprobt werden kann steht für die nächsten Jahre völlig offen. Auch für die Ausbildung der zahlreichen Kinder und Jugendlichen ist kein Raum mehr vorhanden.

Ebenso wurde mit den anderen Nutzern des Jugendheims verfahren. Auch sie wurden informiert, dass das Jugendheim zu räumen ist – ohne jede Alternative für die Unterbringung der Gerätschaften und Räumlichkeiten für zukünftige Treffen und Veranstaltungen. Der gerade erst neue und bestimmt nicht günstige von allen genutzte Wandschrank wurde von den TBG „entsorgt“, vielleicht hätte man den ja sogar noch irgendwo anders nutzen können?!

Die Stimmung im Golddorf der Stadt gegenüber ist aufgrund dieses Vorgehens verständlicherweise derzeit nicht gerade gut und die politischen Vertreter werden in dieser Sache sicherlich kein Blatt vor den Munde nehmen, heißt es abschließend in der Pressemitteilung des Blasorchesters Gimbte.

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