Corona-Umfrage bei Grevener Unternehmen
Zwei Drittel sehen Geschäft positiv

Greven -

200 Unternehmen aus Greven haben sich beteiligt. Und die Bilanz einer Umfrage der Wirtschaftsförderung zur Lage in Corona-Zeiten sieht so schlecht nicht aus.

Montag, 12.04.2021, 10:00 Uhr
Bürgermeister Dietrich Aden (links) und Wirtschaftsförderer Stefan Deimann (rechts) wollen sich für die Wirtschaft einsetzen.
Bürgermeister Dietrich Aden (links) und Wirtschaftsförderer Stefan Deimann (rechts) wollen sich für die Wirtschaft einsetzen. Foto: Stadt Greven

An der ersten Corona-Umfrage der Stadt Greven und der Wirtschaftsförderung Greven nahmen 200 Unternehmen teil. Bürgermeister Dietrich Aden und Wirtschaftsförderer Stefan Deimann freuen sich laut Pressemitteilung über die rege Teilnahme: „Mit dieser großen Anzahl an Teilnehmern erhalten wir einen vielfältigen Überblick über die Lage der Unternehmen in Greven und dadurch wichtige Ansatzpunkte für die Zukunft“.

Folgende Ergebnisse lassen sich aus der Befragung zusammenfassen:

  • Knapp ein Drittel aller Teilnehmer – und damit der größte Anteil – kam aus dem Dienstleistungssektor, gefolgt vom Handwerk und Handel. Viele aus den stark betroffenen Bereichen Gastronomie und Kultur. Bürgermeister Dietrich Aden erklärt, dass Branchen wie der Einzelhandel, die Gastronomie oder die Kulturszene vermehrt Unterstützungsmöglichkeiten benötigen werden, um die vielfältige Szene in Greven aufrecht zu erhalten. „Ich stehe im intensiven Austausch mit den Akteuren aus dem Einzelhandel, um gemeinsam zu überlegen, wie die Stadt Greven diese nach dem Ende der Pandemie vor Ort unterstützen können“, so Aden.

69 Prozent zufrieden

  • Überwiegend positiv ist das Ergebnis bei der Frage nach der Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage. So berichten 39 Prozent von einer positiven Lage und 30 Prozent von einer befriedigenden Lage.
  • Konkret spüren die Unternehmen die geringer werdende Nachfrage nach ihren Dienstleistungen bzw. Produkten und den durch die Corona Pandemie bedingten Stillstand der Geschäftstätigkeit. Um möglichst schnell die Nachfrage der Dienstleistungen und Produkte wieder zu steigern, bedürfe es eines starken Marketings, heißt es in der Pressemitteilung. Akteure wie Greven Marketing, GFW oder auch die Werbegemeinschaft würden nun aktiv und entwickelten Konzepte.
  • Dennoch rechnet etwa die Hälfte der Befragten mit einer unveränderten Geschäftsentwicklung für 2021. Jeweils ein Viertel der Unternehmen glaubt an eine bessere bzw. schlechtere Entwicklung.
  • Etwa 60 Prozent rechnen damit, dass die Mitarbeiterzahl konstant bleibt. Rund 20 Prozent der Arbeitgeber glauben gar an eine Steigerung der Mitarbeiterzahl, während 18 Prozent eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl befürchten. Um dieser Reduzierung entgegenzuwirken, startet in Kürze die erste Digitale Ausbildung- und Jobmesse in Greven.

Kurzarbeitergeld hat geholfen

  • So verwundert es auch nicht, dass die meisten Unternehmen das Kurzarbeitergeld als besonders relevant einschätzen. Weitere Maßnahmen mit großer Bedeutung für die Grevener Unternehmen sind die Soforthilfen vom Bund und die Steuersenkungen. Dazu erläutert Wirtschaftsförderer Stefan Deimann: „Wir werden als Wirtschaftsförderung weiter die Unternehmen über alle möglichen Maßnahmen und Fördermöglichkeiten informieren mit der damit verbundenen Hoffnung, dass möglichst alle Unternehmen diese Krise überstehen werden“.
  • Ein positiver Effekt ist die voranschreitende Digitalisierung, die auch in dieser Umfrage deutlich wird. So nutzen Unternehmen vermehrt das Home-Office, Telefon- und Videokonferenzen mit Kommunikationstools wie Zoom, um sich miteinander digital auszutauschen und persönliche Kontakte im Sinne der Pandemie zu vermeiden.

Digitalisierung ist wichtig

  • Auch Bürgermeister Dietrich Aden sieht in der voranschreitenden Digitalisierung und der Nutzung alternativer Kommunikationsmedien eine große Chance. „In Zukunft gilt es die Unternehmen in diesem Prozess weiter zu begleiten: Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Energiewende ist die Digitalisierung – auch nach der Pandemie – ein entscheidender Faktor, um u.a. die Folgen des Klimawandels abzumildern“.

Einen Haken hat die Umfrage allerdings – sie wurde vor der dritten Corona-Welle durchgeführt

„Wir werden vor dem Hintergrund des Beginns der dritten Welle die Situation im Sommer leider neu bewerten müssen“, so Dietrich Aden. Im Rahmen der Auswertung wurden zur Veranschaulichung einige Diagramme erstellt. Diese werden in Kürze auf den Social-Media-Kanälen und der Homepage der GFW veröffentlicht.

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