Fr., 12.05.2017

Horstmar Nun sind die Bürger gefragt

Die Bürger der Stadt Horstmar müssen sich entscheiden, ob sie eine Vollsperrung ab Ortseinfahrt „Darfelder Hügel“ oder eine Einbahnstraßen-Regelung haben wollen. Dritte Variante wäre, das alles so bleibt, wie es ist.

Die Bürger der Stadt Horstmar müssen sich entscheiden, ob sie eine Vollsperrung ab Ortseinfahrt „Darfelder Hügel“ oder eine Einbahnstraßen-Regelung haben wollen. Dritte Variante wäre, das alles so bleibt, wie es ist.

Horstmar - 

Über die Verkehrsführung in ihrer Altstadt können ab kommenden Montag (15. Mai) bis zum 26. Mai und dann noch einmal am 28. Mai (Sonntag) die Horstmarer Bürger abstimmen. So sollen sie entscheiden, ob sie für die Vollsperrung der Ortseinfahrt Darfelder Hügel, für eine Einbahnstraßenregelung oder für keine Veränderung sind.

Von Sabine Niestert

Nun sind die Bürger gefragt. Sie können ab kommenden Montag (15. Mai) bis zum 26. Mai (Freitag) über die „Verkehrsführung Ortseinfahrt Darfelder Hügel“ abstimmen. Um die Altstadt vom Verkehr zu entlasten, hatte sich ein Arbeitskreis über mögliche Maßnahmen Gedanken gemacht und sich besonders mit der Problematik des überörtlichen Pkw-Verkehrs befasst (wir berichteten).

Da das existierende Durchfahrtsverbot meistens nicht beachtet wird, kamen verschiedene Vorschläge auf den Tisch, über die die Bürger jetzt entscheiden sollen. Sie können zwischen drei Alternativen wählen. Die erste Variante sieht eine Vollsperrung der Ortseinfahrt Darfelder Hügel/Landstraße 579 bis zur Einmündung Spinnbahn, befristet für ein Jahr mit anschließender Überprüfung durch den Stadtrat vor. Sperrpoller würden die Durchfahrt verhindern.

Die zweite Möglichkeit wäre eine Einbahnstraßen-Regelung von der Landstraße 579/Darfelder Hügel bis zur Einmündung Spinnbahn in Fahrtrichtung Altstadt. Der Linienverkehr in Richtung Coesfeld wäre frei und auch der Schulbusverkehr hätte freie Fahrt. Auch diese Variante würde auf ein Jahr befristet und anschließend durch den Rat überprüft.

Der dritte Vorschlag lautet, dass an der aktuellen Verkehrsführung und nichts geändert wird.

Weil die Problematik alle Bürger betrifft, hatte die CDU-Fraktion dafür plädiert, die Bürger zu befragen, was sie für den richtigen Weg halten. Bis auf drei Nein-Stimmen hatten die Ratsmitglieder dem entsprechenden Antrag der Christdemokraten zugestimmt. So möchte man ein breites Meinungsbild erhalten. Die Befürworter verkehrslenkender Maßnahmen am „Darfelder Hügel“ erhoffen sich eine Entlastung vom Durchgangsverkehr und eine Attraktivitätssteigerung der Horstmarer Altstadt. Die Gegner dieser Maßnahme befürchten hingegen Umsatzeinbußen für den Einzelhandel und eine höhere Verkehrsbelastung auf der Bahnhofstraße.

Das Ergebnis dieser Abstimmung wird Grundlage für die Entscheidung des Rates sein, der sich während seiner Sitzung am 13. Juli erneut mit der Problematik befasst.

Die Politiker sind sich einig darüber, dass die Bürgerbefragung bindend sein soll, auch wenn das Ergebnis für oder gegen eine Sperrung knapp ausfallen sollte. Wenn es zu einem Beschluss einer Sperrung kommen sollte, soll diese zunächst für ein Jahr gelten, um Erfahrungen, vor allem aber belastbare Zahlen zu haben, um auf Dauer eine Lösung zu finden.

In einer Postwurfsendung, die an alle Haushalte gegangen ist, sind die Bürger ausführlich über das Thema informiert worden. Sie haben jetzt bis zum 26. Mai Zeit, sich Gedanken zu machen und ihre Stimme während der Öffnungszeiten in der Stadtverwaltung abzugeben. Zusätzlich besteht am 28. Mai (Sonntag) von 9 bis 15 Uhr im Büro des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“ oder im Gebäude der Stadtverwaltung sein Votum kundzutun. Die Stimmabgabe erfolgt geheim in einer Wahlkabine. Anhand einer Meldeliste wird (wie bei Wahlen) nur vermerkt, wer bereits seine Stimme abgegeben hat.

Alle Bürger, die in Horstmar gemeldet sind, und am Tag des 15. Mai 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben, dürfen sich an der Abstimmung beteiligen.



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