So., 14.05.2017

Freude und Frust „Wir freuen uns natürlich“

Die Bürger in Leer konnten im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr am Nahen Weg und in der Astrid-Lindgren.Schule an der Gesch wister-Buller-Straße wählen.

Die Bürger in Leer konnten im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr am Nahen Weg und in der Astrid-Lindgren.Schule an der Gesch wister-Buller-Straße wählen. Foto: ranz Neugbauer

Horstmar/Leer - 

Während die CDU in Horstmar nach den Ergebnissen der Landtagswahl in Feierlaune ist, zeigen sich die SPD und die Grünen enttäuscht über die Abwahl der rot-grünen Koalition mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Von Sabine Niestert

Tiefe Enttäuschung auf der einen und Freude pur auf der anderen Seite, so lässt sich die Stimmung in der Stadt Horstmar nach der Landtagswahl beschreiben. „Wir freuen uns natürlich“, kommentiert CDU-Fraktionsvorsitzender Winfried Mollenhauer in einem Gespräch mit dieser Zeitung das gute Abschneiden der CDU und das tolle Ergebnis für Armin Laschet.

„In den kühnsten Träumen habe ich nicht mit diesem deutlichen Vorsprung gerechnet“, gibt der Christdemokrat zu, dass er wie viele andere von einem Kopf-an-Kopf-Rennen der CDU und der SPD ausgegangen sei. Umso größer ist die Begeisterung, dass die CDU es an die Spitze geschafft hat.

Mit Armin Laschet sei es möglich, den Wirtschaftsstandort NRW weiter zu stärken, zeigt sich Mollenhauer überzeugt. So gelte es, die Infrastruktur zu verbessern. Zudem müsse man etwas für die Bildungspolitik und gegen die Kinderarmut tun. Schließlich seien die Kinder die Zukunft, in die die Politik mehr investieren müsse.

Geschockt vom schlechten Abschneiden der Genossen, zeigt sich Guido Over, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Horstmar und Leer auf Anfrage der WN. Zwar habe er Stimm-Einbußen befürchtet, aber nicht, dass diese so hoch ausfallen.

Die Unzufriedenheit der Wähler sieht er darin begründet, dass die rot-grüne Landesregierung zu viel fürs Ruhrgebiet getan hat. Dadurch fühlten sich die anderen Regionen links liegen gelassen.

Auch nicht gerade in Feierlaune zeigt sich Dr. Reinhard Stahl von Bündnis 90/Die Grünen. „Ich bin natürlich enttäuschtz“, räumt er im Gespräch mit dieser Zeitung ein, dass er es schade findet, dass die vorrangigen Themen der Grünen Ökologie, Weltoffenheit und ein differenziertes Bildungssystem offensichtlich so wenig Beachtung bei den Wählern gefunden hätten. Wichtig sei je doch, dass man wieder im Landtag vertreten sei. „Damit haben wir ein Minimal-Ziel erreicht und die Chance zur politischen Mitgestaltung“, meint der Grüne abschließend.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4834606?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686831%2F