Rennsportbegeistert
Mit Karacho über die Piste

Horstmar -

Hier darf Mann noch einmal Kind sein: 13 Rennsportbegeisterte zwischen acht und 47 Jahren haben sich zum RC-Trade (Radio-Control-Horstmar) zusammengeschlossen. Ihre Passion: ferngesteuerte Autos.

Dienstag, 29.08.2017, 17:00 Uhr
Der Rennsport begeistert Michael Stobinski, Martin Voges, Michael Burdinski, Linus Voges (v.l.). Das gilt auch für den Initiator des RC-Trade, Andreas Kleimann-Börger (kleines Bild).
Der Rennsport begeistert Michael Stobinski, Martin Voges, Michael Burdinski, Linus Voges (v.l.). Das gilt auch für den Initiator des RC-Trade, Andreas Kleimann-Börger (kleines Bild). Foto: Franz Neugebauer

Was haben Montreal, Budapest, Melbourne, Barcelona und Horstmar gemeinsam? Die Frage ist schnell beantwortet. In all` diesen Städten grassiert das Rennfieber und dort finden regelmäßig Autorennen statt. Doch es gibt gewaltige Unterschiede. Während in den großen Orten die Formel 1 gefahren wird, Benzinschwaden die Luft verpesten, die Rennboliden einen Höllenlärm verursachen und viel Geld auf dem Spiel steht, geht es auf der Rennbahn in Horstmar wesentlich ruhiger zu.

Dort haben sich 13 Rennsportbegeisterte zwischen acht und 47 Jahren zum RC-Trade (Radio-Control-Horstmar) zusammengeschlossen. In der Nähe des Bahnhofscafes haben die Fans des schnellen Sports ein Gelände gepachtet und zu einer Rennbahn für batteriegetriebene kleine Autos umgestaltet. 30 Meter lang und zwölf Meter breit ist das Gelände, auf dem es Schikanen, aber auch aufgebaute Brücken gibt, eben all das, was die berühmten Piloten auch meistern müssen.

Bis zu 100 km/h

Die Fahrzeuge können Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern erreichen. „Maßgebend dafür sind die verwendeten Zahnräder, aber auch die Größe der Reifen“, verrät Markus Deiters. Holzbanden schützen die Zuschauer.

Die Radler halten bei der Fahrt über den Bahnradweg inne und staunen darüber, mit welchem Ehrgeiz die Piloten ihre Fahrzeuge beim Beschleunigungsrennen über die Runden schicken. Dabei ist ein Crash nicht ausgeschlossen, manchmal wird er sogar bewusst provoziert.

„Das Material leidet schon ein wenig“, räumt Andreas Kleimann-Börger ein. Sammelbestellungen für Ersatzteile, die man in Dortmund kauft, werden organisiert. Mittlerweile haben fast alle Rennautobesitzer in eigener Regie die besonders gefährdeten Kunststoffteile der Autos durch Aluminium ersetzt.

Großer Preis von Horstmar

Andreas Kleimann-Börger, der sich als erster ein Rennmobil kaufte und die Gruppe ins Leben gerufen hat, sieht die Rennsportbegeisterung aber auch als Mittel, Kinder und Jugendliche an die Technik heranzuführen. Sie müssen schrauben und basteln, wenn es wieder einmal zu Zusammenstößen gekommen ist.

Und das ist wiederum der Unterschied zwischen den Rennen um den Großen Preis: Auf der Rennbahn in Horstmar ist jeder für sein Rennauto zuständig. Es gibt keine Boxenstopps und keine Schar von Mechanikern. Die Gruppe trifft sich nach Lust und Laune, feste Zeiten gibt es nicht. Eine Verständigung erfolgt über das Handy.

Wer Interesse an dieser Freizeitgestaltung hat, kann sich bei Andreas Kleimann-Börger unter der Rufnummer 0 25 58/98 62 40 melden.

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