Immer wieder faszinierend
Ehemaliger Kämpfer wird zum Helfer

Horstmar-Leer -

Fast 300 Teilnehmer zählte der Martinsumzug mit dem anschließenden Spiel auf der Wiese am Haus Loreto. Dort erlebten die kleinen und großen Besucher, wie der Soldat Martin seinen Mantel mit einem armen Bettler teilt. Aus dem disziplinierten Kämpfer unter dem römischen Kriegsgott wurde ein Soldat Gottes, einer, der sich mit Eifer und Disziplin in die Pflicht der Kirche nehmen ließ. Er ließ sich taufen und wurde später sogar Bischof wurde.

Mittwoch, 15.11.2017, 09:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2017, 16:59 Uhr
Die Szene, wie Martin seinen Mantel teilt, war für die zahlreichen großen und keinen Besucher am Haus Loreto besonders bewegend.
Die Szene, wie Martin seinen Mantel teilt, war für die zahlreichen großen und keinen Besucher am Haus Loreto besonders bewegend. Foto: Rottmann

Viele Eltern und Kinder nicht nur aus Leer, sondern auch aus Horstmar und Burgsteinfurt waren der Einladung des Kindergartens Ss. Cosmas und Damian zum Martinsumzug gefolgt, um den heiligen Mann auf seinem Ritt zum Hause Loreto zu begleiten. „Es waren fast 300 Besucher, so viele wie noch nie,“ schwärmte Kindergartenleiterin Heike Westermann. Stockdunkel war es, als sich die Teilnehmer in Richtung des Schwesternwohnheimes auf den Weg machten.

Zahlreiche Laternen zeigten den Weg von der Burgsteinfurter Straße zum Rasenplatz am Haus Loreto. Die Jugendfeuerwehr begleitete den Zug mit leuchtenden Fackeln. Der Horstmarer Spielmannszug unterstützte die Kinder beim Singen der Martinslieder. Alle wurden dann Zeugen, wie St. Martin (Dörthe Heidbrink) auf dem Tinker-Pferd Molly seinen Mantel mit dem Bettler (Christopher Ligocki) teilte.

Kindergarten-Mitarbeiterin Anke Gerding berichtete aus dem Leben von St. Martin. Er begegnete, so führte sie aus, mitten im Winter, der von so außergewöhnlicher Härte war, am Stadttor von Amiens einem nackten Armen. Martin nahm sein Schwert und teilte den Mantel mitten entzwei. Den einen Teil gab er dem Armen, in den anderen Teil hüllte er sich wieder selbst. Martin war nicht mehr länger ein disziplinierter Kämpfer unter dem römischen Kriegsgott, sondern ein Soldat Gottes, einer, der sich mit Eifer und Disziplin in die Pflicht der Kirche nehmen ließ. Er ließ sich taufen und wurde später sogar Bischof.

Aufmerksam verfolgten auch die Schwestern des Hauses Loreto die Szene mit dem Bettler und St. Martin. Sie ließen es sich nicht nehmen und freuten sich darüber, die Anwesenden mit Süßigkeiten zu überraschen. Darunter war auch eine große Ente aus Kuchenteig. „Darauf freuen wir uns das ganze Jahr“, erklärte eine Ordensfrau, als sie die Gesichter der beschenkten Kinder sah.

Die warmen Getränke, zubereitet vom Elternrat des Kindergartens, taten den Besuchern bei der kühlen Witterung sehr gut.

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