Einladung zum Lichterfest
Die Bahnhofssiedlung strahlt wieder

Horstmar -

Ab Freitag (1. Dezember) erstrahlen die Häuser der Familien Spahn und Hausfeld in der Bahnhofssiedlung wieder in festlichem Glanz. Bis Ende Januar gehen jeden Abend um 17 Uhr die 100 000 LED-Lichter an. Sterne, Rentiere, Lichterkränze und Glanz und Glamour gibt es aber auch in den Gärten der Gastgeber, die jedes Wochenende im Advent auch zu Weihnachtsmärkten mit jeweils anderen Schaustellern einladen.

Donnerstag, 30.11.2017, 18:00 Uhr aktualisiert: 01.12.2017, 07:04 Uhr
Tieck sieht die Sache anders. „Für Mitarbeiter ist das natürlich nicht schön“, kann Tieck die Argumente der Ladenöffnungsgegner an Heiligabend durchaus nachvollziehen. „Aber bei uns gibt es nicht wie bei Rewe oder Real Tausende von Mitarbeitern. Meine Mitarbeiterin hat an Heiligabend frei, ich arbeite mit meiner Familie.“ Das sei eben der Unterschied zwischen einem inhabergeführten und einem mitarbeitergeführten Laden.
In warmes Licht ist das Haus der Spahns getaucht, während das Haus der Hausfelds in blau-weißem Licht erstrahlt. „Ein schöner Kontrast“, findet Helmut Spahn. Foto: privat

Sie sind besessen und können nicht anders. Helmut Spahn und Jörg Hausfeld leiden unter dem „Weihnachtsdeko-Fieber“, das sie jeden Advent aufs Neue erfasst. Die beiden Nachbarn aus der Bahnhofssiedlung zwischen Horstmar und Laer sorgen schon seit Jahren dafür, das diese vom 1. Dezember bis Maria Lichtmess (31. Januar) jeden Abend in hellem Licht erstrahlt.

„Ich bin schon im September mit den Arbeiten angefangen“, erzählt Jörg Hausfeld. Der 48-Jährige Gärtner liebt es, seine Kreativität auszuleben, die keine Grenzen zu kennen scheint. Nicht nur, dass er das Haus samt Dach und Vorgarten in ein blau-weißes Lichtermeer getaucht hat, auch hinter dem Gebäude tut sich eine wahre Märchenwelt mit Sternen, Rentieren, Glitzer und Glamour auf.

Zwei Häuser, 100.000 Lichter

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  • Die Häuser der Familien Spahn und Hausfeld in der Bahnhofssiedlung in Horstmar erstrahlen wieder in festlichem Glanz.

    Foto: Helmut Spahn
  • Bis Ende Januar gehen jeden Abend 100 000 LED-Lichter an.

    Foto: Helmut Spahn
  • Die beiden Nachbarn aus der Bahnhofssiedlung zwischen Horstmar und Laer sorgen schon seit Jahren dafür,...

    Foto: Helmut Spahn
  • ...das diese vom 1. Dezember bis Maria Lichtmess (31. Januar) jeden Abend in hellem Licht erstrahlt.

    Foto: Helmut Spahn
  • Ab 17 Uhr erhellen die rund 100 000 LED- Lichter die Dunkelheit und sorgen für eine zauberhafte Stimmung.

    Foto: Helmut Spahn
  • Im Haus ist eine Krippenlandschaft aufgebaut.

    Foto: Helmut Spahn
  • Viele Besucher sehen sich das Lichtschauspiel an.

    Foto: Helmut Spahn
  • „Am Heiligen Abend kommen meistens viele Väter mit ihren Kindern, damit die Mütter dann zu Hause in Ruhe alle Vorbereitungen treffen können“, weiß Helmut Spahn aus Erfahrung.

    Foto: Helmut Spahn
  • Gelb links, blau-weißes Licht rechts – das Verhältnis der Nachbarn ist trotzdem harmonisch.

    Foto: Helmut Spahn

Dabei dekoriert der leidenschaftliche Weihnachtsfan immer wieder anders, um seinen Besuchern – dazu gehören inzwischen zahlreiche Stammgäste – immer wieder etwas Neues zu bieten. „Dieses Mal haben wir sogar ein WC außen“, berichtet der Gastgeber, der froh ist, so die Privattoilette schonen zu können.

Zudem gibt es eine schmucke Weihnachtsbude im Garten, an dem er und seine zahlreichen Helfer Glühwein, Pfannkuchen und Reibeplätzchen anbieten. Davon profitiert auch Helmut Spahn, der sich vom „Deko-Fieber“ seines jüngeren Nachbarn hat anstecken lassen. Der Diakon hat eine neue Krippe gekauft, die vor dem Haus seiner Familie aufgebaut ist. „Hier kann ich den Kindern anschaulich die Weihnachtsgeschichte erzählen“, freut sich der Ruheständler. Weil er mit seinen 66 Jahren nicht mehr auf die Leiter steigen wollte, um die Lichterketten auf dem Dach zu installieren, hat er sich in diesem Jahr erstmals einen Hubsteiger geleistet. Mit diesem hat er die 22 Meter bis zum Giebel überwunden.

Der Dauerregen der vergangenen Tage hat den Familienvater ein wenig in Zeitnot gebracht. „Ich habe dir ja auch gesagt, dass du mit dem Aufbau eher anfangen soll“, zieht Jörg Hausfeld seinen Mitstreiter ein wenig auf. Die kommenden Wochen werden sie gemeinsam mit ihren Freunden meistern. So kommen neben zahlreichen Familien auch große und kleine Gruppen in die Bahnhofssiedlung, um die beiden Lichterhäuser zu bestaunen. Ab 17 Uhr erhellen die rund 100 000 LED-Lichter die Dunkelheit und sorgen für eine zauberhafte Stimmung. Dann wird es im Garten der Hausfelds beim Glühwein und kulinarischen Genüssen richtig gemütlich.

„Am Heiligen Abend kommen meistens viele Väter mit ihren Kindern, damit die Mütter dann zu Hause in Ruhe alle Vorbereitungen treffen können“, weiß Helmut Spahn aus Erfahrung. „Hier wohnt das Christkinde und nebenan der Weihnachtsmann“, zitiert der Diakon nur einige Kommentare der kleinen Besucher, die ob der zahlreichen liebevollen Details nicht mehr aus dem Staunen herauskommen.

Dem Nachwuchs dürfte auch besonders der Schlitten gefallen, den Jörg Hausfeld mit einem Weihnachtsmann besetzt hat. „Den habe ich von der Eishalle in Münster. Die wollten ihn wegschmeißen“, kann der Sammler und Horter sein Glück kaum fassen, in den Besitz des schmucken Gefährts gekommen zu sein, für das er eigens einen Unterstand gebaut hat. Bis zum letzten Moment tüftelt und werkelt er an seiner Deko herum.

„Ich liebe die Lichter und Weihnachten“, steht der Gärtner zu seiner größten Leidenschaft, die sein Partner Jochen glücklicherweise teilt. „Sonst wäre dieses Hobby gar nicht möglich“, weiß auch Helmut Spahn, der von seiner Frau Gudrun – sie fertig individuell gestaltete Kerzen an und verkauft sie für den guten Zweck – und den beiden Töchtern unterstützt wird.

Wer mit dem Auto in die Siedlung kommt, sollte das Auto nicht in der Sackgasse „Am Bahnhof“ parken, lautet die Bitte der Gastgeber, die Pkw auf dem Gelände des alten Bahnhofs abzustellen, der nur 200 Meter entfernt liegt. Schließlich wollen die Hausherrn die Nerven ihrer Nachbarn nicht allzu sehr strapazieren, wenn es in der sonst ruhigen Gegend abends rummelig wird.

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